Es ist kurz nach 14 Uhr im Gemeindehaus der Wilhelm-Löhe-Gedächtniskirche in Fürth-Ronhof, wenn das charakteristische Klatschen der Karten auf den Tischen einsetzt. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Seniorenrunde wirken mag, hat ein weitaus breiteres Ziel: Hier treffen sich Jung und Alt, um gemeinsam der Kunst des Schafkopfens nachzugehen. Initiiert wurde das Projekt vom Seniorenrat der Stadt Fürth in Zusammenarbeit mit dem Koordinierten Stadtteilnetzwerk Ronhof.
Das Konzept setzt dabei bewusst auf Niederschwelligkeit. Laut den Veranstaltern müsse niemand bereits ein Profi sein, um teilzunehmen. Vielmehr könne Schafkopfen hier von Grund auf erlernt werden. Damit fungiert das Gemeindehaus in der Kronacher Straße zweimal im Monat als Ort der Begegnung, an dem das Spiel als Bindeglied zwischen den Altersgruppen dient. Die Treffen finden jeweils am ersten Dienstag und dritten Mittwoch im Monat statt.
Für einen Unkostenbeitrag von zwei Euro können die Teilnehmer vier Stunden lang in geselliger Atmosphäre spielen. Um die Verpflegung mit Kaffee, Kaltgetränken und kleinen Snacks kümmert sich das Organisationsteam vor Ort. Laut dem Terminplan der Diakonie Fürth und des Seniorenrats erstreckt sich die Veranstaltungsreihe über das gesamte Jahr 2026.
Wer Interesse hat, die eigenen Fähigkeiten am Kartentisch zu testen oder das Spiel neu zu erlernen, findet die nächsten Gelegenheiten bereits am 18. Februar und am 3. März. Die Kooperationspartner möchten mit diesem Angebot sicherstellen, dass die soziale Vernetzung im Stadtteil Ronhof gestärkt wird und ein Stück lokaler Identität lebendig bleibt.
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