Wer in diesen Tagen den weiten Blick über die fränkische Metropolregion genießen möchte, steht in Zirndorf vor verschlossenen Türen. Der Vestner Turm, das markante Wahrzeichen hoch oben auf dem Rosenberg, bleibt länger unzugänglich als erhofft.
Das Zirndorfer Stadtmarketing hat nun bestätigt, dass sich die Freigabe des beliebten Ausflugsziels an der Alten Veste weiter verzögert. Das Bauwerk bleibe «noch länger wegen Renovierungsarbeiten geschlossen», heißt es von offizieller Seite. Nach derzeitigem Stand wird die Sperrung noch bis zum 2. April 2026 aufrechterhalten. Die Handwerker benötigen deutlich mehr Zeit für die laufenden Arbeiten an den technischen Anlagen.
Dabei zieht der Ort gewöhnlich zahlreiche Spaziergänger und Geschichtsinteressierte an. Wo heute der im Jahr 1980 wiederaufgebaute Turm in den Himmel ragt, tobte im September 1632 eine der bedeutendsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges zwischen Albrecht von Wallenstein und König Gustav II. Adolf. Der steile Aufstieg über mehr als 160 Stufen belohnt alle Besucher mit einer beeindruckenden Fernsicht über Fürth und Nürnberg.
Wenn die Handwerker endgültig abrücken, greift direkt der Sommerfahrplan. Von April bis Oktober öffnet sich die schwere Eingangstür täglich zwischen 8 und 20 Uhr. Im Winterhalbjahr von November bis März ist der Zugang jeweils von 8 bis 18 Uhr möglich. Vor einer Anreise in den Zirndorfer Stadtwald wird dringend empfohlen, die offizielle Internetpräsenz der Kommune zu konsultieren. Ein Klick auf die Webseite der Stadt schützt interessierte Besucher sicher vor der großen Enttäuschung, nach dem steilen und anstrengenden Fußweg erneut vor einem verschlossenen Gitter stehen zu müssen.
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