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Caritas stärkt Pflegeangebot in der Fürther Südstadt

22. Mai 2026
Neuer Standort für die Caritas-Sozialstation: In der Karolinenstraße 108 hat die ambulante Pflege nun moderne und barrierearme Räume bezogen. (Foto: Caritas Fürth)Neuer Standort für die Caritas-Sozialstation: In der Karolinenstraße 108 hat die ambulante Pflege nun moderne und barrierearme Räume bezogen. (Foto: Caritas Fürth)

In der Karolinenstraße 108 hat die ambulante Pflege der Caritas Fürth eine neue Heimat gefunden. Der Umzug ist mehr als ein Wechsel der Adresse: Nach Angaben des Wohlfahrtsverbandes erhält die Südstadt damit erstmals eine eigene Anlaufstelle eines Fürther Wohlfahrtsverbandes für ambulante Pflegeleistungen direkt im Stadtteil. Rund 26.000 Menschen leben dort, darunter viele ältere und alleinstehende Menschen.

Die Caritas-Sozialstation war bislang in der Königstraße untergebracht. Dort wurde nach Angaben der Caritas vor allem die Parksituation zunehmend schwierig. Für einen ambulanten Pflegedienst ist das ein praktisches Problem: Pflegekräfte starten von der Station zu ihren Einsätzen, kehren zurück, holen Unterlagen oder Material und müssen dabei möglichst kurze Wege haben. Am neuen Standort in der Karolinenstraße 108 sollen die Arbeitsabläufe nun leichter werden.

Das rund 30-köpfige Team der ambulanten Pflege mit den Leitungen Yao Qi und Olga Touretskaja profitiert nach Angaben der Caritas besonders von den neuen Stellplätzen und den kurzen Wegen in die Stationsbüros. Die Räume seien hell und modern ausgestattet. Für ältere Menschen sei der neue Standort barrierearm erreichbar. Zudem liege die Sozialstation günstig zu U-Bahn und Bus.

Mit dem Umzug baut die Caritas ihre Präsenz in der Fürther Südstadt weiter aus. Neben dem Koordinierten Stadtteilnetzwerk mit dem Quartiersbüro im Pfarrzentrum St. Heinrich in der Sonnenstraße und dem Kleiderladen «Zeppelin12» ist die Sozialstation nun die dritte Einrichtung des katholischen Wohlfahrtsverbandes im Stadtteil. Der Kleiderladen hatte kürzlich sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Caritas-Vorstand Michael Bischoff dankte besonders der Horst Kimmich Stiftung, die als Vermieterin an der Entwicklung der neuen Räume beteiligt war. «Unser Vermieter hat viele Ideen und viel Engagement eingebracht, damit wir nun helle, moderne Räume haben, an denen die Pflegekräfte gut arbeiten können», sagte Bischoff.

Für den Ausbau der Räume zur Sozialstation musste die Caritas nach eigenen Angaben dennoch rund 30.000 Euro aufwenden. Unterstützung kam unter anderem von AEG/Electrolux. Das Unternehmen spendete die Elektroausstattung der Küche.

Eine besondere Bedeutung hatte zudem die erste Ausschüttung der Hans-Fäßler-Caritas-Fürth-Stiftung. Hans Fäßler, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Caritas, übergab 3.000 Euro für die neue Sozialstation. Die Stiftung war zu seinem 80. Geburtstag gegründet worden.