Nach dem schweren Wohnungsbrand in der Fürther Waldstraße gibt es neue Erkenntnisse zur möglichen Ursache. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf Anfrage von Fürth Aktuell sagte, gehen die Ermittler nach aktuellem Stand von einem technischen Defekt aus.
Anzeichen für eine Fremdbeteiligung gebe es nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht. Um welche Art von technischem Defekt es sich konkret gehandelt haben könnte, teilte der Polizeisprecher nicht mit. Mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen wollte er dazu keine näheren Angaben machen. Die Polizei geht mittlerweile von einer Schadenssumme im siebenstelligen Bereich aus.
Der Brand war am Donnerstagvormittag, 2. Juli, gegen 9.20 Uhr der Integrierten Leitstelle gemeldet worden. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand eine Wohnung im fünften Obergeschoss des Mehrfamilienhauses bereits in Vollbrand. Eine weithin sichtbare schwarze Rauchwolke stieg über dem Stadtgebiet auf.
Ein 49-jähriger Bewohner der betroffenen Wohnung erlitt schwere Verletzungen. Er wurde nach Polizeiangaben mithilfe einer Drehleiter gerettet und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen wurden leicht verletzt.
Neben der eigentlichen Brandwohnung wurden weitere Wohnungen durch Feuer, Rauchgase und Löschmaßnahmen beschädigt. Nach den zunächst veröffentlichten Angaben der Polizei waren insgesamt zehn Wohnungen nicht bewohnbar.

