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Mehr Barrierefreiheit: Zwei neue Beckenlifte für Fürther Schwimmbäder

6. Juli 2026, 06:51 Uhr ,
Ein neuer Beckenlift im Hallenbad am Fürther Scherbsgraben soll Menschen mit eingeschränkter Mobilität den barrierefreien Zugang zum Wasser erleichtern. (Foto: infra Fürth)Ein neuer Beckenlift im Hallenbad am Fürther Scherbsgraben soll Menschen mit eingeschränkter Mobilität den barrierefreien Zugang zum Wasser erleichtern. (Foto: infra Fürth)

Für viele Badegäste sind es nur wenige Schritte: über die Leiter oder Treppe ins Becken, hinein ins Wasser und losschwimmen. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann genau dieser Moment jedoch zur entscheidenden Hürde werden. In den Bädern am Fürther Scherbsgraben sollen deshalb jetzt zwei neue Beckenlifte helfen. Jeweils eine Anlage wurde von der infra fürth im Hallenbad und im Sommerbad installiert.

Im Hallenbad steht der neue Lift direkt am 25-Meter-Becken. Er befindet sich im Nichtschwimmerbereich in der Nähe der Einstiegstreppe. Dort können Badegäste auf einem ergonomisch geformten Kunststoffsitz Platz nehmen und mit technischer Unterstützung ins Wasser gelangen. Zur Ausstattung gehören schwenkbare Armlehnen, Fußbügel und ein Gurtsystem.

Nach Angaben der infra ist auch ein Umsetzen direkt aus dem Rollstuhl möglich. Die Anlage arbeitet vollelektrisch und wird mit einer Fernbedienung gesteuert. Bedient wird sie nicht von den Badegästen selbst, sondern von eigens geschultem Aufsichtspersonal. Dieses soll bei Bedarf auch weitere notwendige Hilfestellungen übernehmen. Die infra weist zugleich darauf hin, dass je nach individueller Situation zusätzlich eine Begleitperson erforderlich sein kann.

Ein zweiter, baugleicher Lift wurde im Sommerbad installiert. Er steht am seitlichen Rand des Bewegungsbeckens. Damit ist die neue Zugangsmöglichkeit nicht nur im Hallenbad verfügbar. Auch während der Freibadsaison sollen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen leichter ins Wasser gelangen können.

Für die infra ist die Installation Teil des Ausbaus der Barrierefreiheit in ihren Bädern. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist ein barrierefreier Zugang zum Wasser sowohl im Hallenbad als auch im Sommerbad am Scherbsgraben. Die beiden Standorte gehören zu den zentralen Bäderangeboten in Fürth. Das Hallenbad verfügt nach offiziellen Angaben über ein 15 mal 25 Meter großes Schwimmbecken sowie über ein kleineres Lehrschwimmbecken.

Billig sind die technischen Hilfen nicht. Rund 20.000 Euro kostete nach Angaben der infra jeder einzelne Beckenlift. Bei zwei Anlagen ergibt sich damit eine Gesamtsumme von rund 40.000 Euro. Einen erheblichen Teil davon übernahmen zwei Unterstützer.

Die Fürther Fachstelle für Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung, kurz fübs, beteiligte sich den Angaben zufolge mit jeweils 6.000 Euro an den beiden Liften. Insgesamt entspricht dies 12.000 Euro. Weitere jeweils 5.000 Euro kamen von der Mielchen Stiftung, zusammen also 10.000 Euro.

Die fübs ist bei der Stadt Fürth angesiedelt. Sie dient nach Angaben der Stadt als Anlaufstelle unter anderem für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, deren Angehörige und Bezugspersonen.

infra-Chef Marcus Steurer hält weitere Fortschritte bei der Barrierefreiheit in Städten für dringend erforderlich. Nach seiner Einschätzung ist die barrierefreie Gestaltung urbaner Räume eine wichtige Aufgabe. Deshalb freue er sich darüber, dass nun gerade an zwei bedeutenden Fürther Freizeitstätten eine bestehende Lücke geschlossen worden sei.

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