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CommandCon 2026: Warum Magic-Spieler aus ganz Deutschland nach Fürth kommen

21. September 2026, 15:44 Uhr ,
Commander-Spieler treffen sich bei der CommandCon Fürth zum gemeinsamen Spielen, Austauschen und Netzwerken rund um «Magic: The Gathering». (Foto: Zett9/Jugendkulturhaus Otto)Commander-Spieler treffen sich bei der CommandCon Fürth zum gemeinsamen Spielen, Austauschen und Netzwerken rund um «Magic: The Gathering». (Foto: Zett9/Jugendkulturhaus Otto)

Wenige Tage vor der Veranstaltung ist klar: Wer bei der CommandCon Fürth 2026 dabei sein will und noch keine Eintrittskarte hat, kommt zu spät. Die Plätze für das Treffen rund um das Sammelkartenspiel «Magic: The Gathering» waren nach dem Start des Vorverkaufs innerhalb kürzester Zeit vergeben. Am 3. und 4. Oktober verwandelt sich das Kulturcafé Zett9 in der Theresienstraße damit erneut in einen Treffpunkt für eine Szene, deren Einzugsgebiet längst über Fürth und Nürnberg hinausreicht.

Die CommandCon findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Bei der vergangenen Ausgabe kamen nach Angaben des Organisationsteams von Cookies&Milk rund 170 bis 180 Besucher, Content Creator und weitere Beteiligte zusammen. Ähnlich groß ist die Veranstaltung auch 2026. Die räumlichen Möglichkeiten im Jugendkulturhaus Otto setzen Grenzen. Auf den drei Etagen finden insgesamt etwa 200 Personen Platz.

Wie groß das Interesse inzwischen ist, zeigte sich unmittelbar nach Freischaltung der Eintrittskarten. Der Vorverkauf begann am 1. September um 18 Uhr. Bereits kurze Zeit später waren keine Tickets mehr erhältlich. Das Cookies&Milk-Team sprach von weniger als drei Stunden. Alexander Willer, Leiter des Kulturcafés Zett9, berichtete später sogar von einem Ausverkauf innerhalb einer Stunde. Sicher ist damit: Die verfügbaren Plätze waren bereits am ersten Abend vergriffen.

Das Publikum kommt dabei nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung. Nürnberg und die Region bilden nach Angaben des Organisationsteams zwar einen Schwerpunkt, hinzu kommen viele Spieler aus dem Raum München. Auch aus Norddeutschland und anderen Teilen der Bundesrepublik seien in den vergangenen Jahren Teilnehmer nach Fürth gereist.

Im Mittelpunkt steht das Commander-Format von «Magic: The Gathering». Dabei treten üblicherweise vier Spieler gleichzeitig gegeneinander an. Jedes Deck besteht aus 100 Karten, darunter eine zentrale Kommandeurkarte. Bis auf Standardländer darf grundsätzlich jede Karte nur einmal im Deck vorkommen. Gleichzeitig können Karten aus weiten Teilen der mehr als 30-jährigen Geschichte des Sammelkartenspiels verwendet werden. Hersteller Wizards of the Coast beschreibt Commander als Casual-Multiplayer-Format, bei dem neben der Strategie vor allem das gemeinsame Spiel eine wichtige Rolle spielt.

Genau darin sieht auch das Fürther Organisationsteam einen wesentlichen Grund für die Popularität. Die Einstiegshürde sei vergleichsweise niedrig, gleichzeitig hätten erfahrene Spieler große Freiheiten beim Zusammenstellen ihrer Decks. Weil meist vier Menschen gemeinsam an einem Tisch sitzen, entstehen zudem Situationen, in denen Absprachen, spontane Bündnisse und wechselnde Spielverläufe eine Rolle spielen.

Die Wurzeln der Fürther Veranstaltung reichen rund fünf Jahre zurück. Damals begannen die späteren Köpfe hinter Cookies&Milk nach eigenen Angaben als Studenten damit, gemeinsam mit dem Zett9 regelmäßige Commander-Nachmittage zu organisieren. Daraus entstand schnell eine kleine Community. Schließlich kam die Idee auf, eine eigene Convention nach dem Vorbild größerer Magic-Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.

Was zunächst klein begann, hat sich inzwischen etabliert. Bereits bei früheren Ausgaben standen nicht nur die Spieltische im Mittelpunkt. Zur CommandCon gehörten auch Künstler, Vorträge und Podcasts. Schon 2023 wurde die Veranstaltung auf zwei Tage ausgeweitet. Damals gab es unter anderem einen Live-Podcast sowie Auftritte von Künstlern, die Karten für «Magic: The Gathering» gestaltet hatten.

Für 2026 kündigt das Team zusätzliche Formate und Programmpunkte an. Die Bereitschaft innerhalb der Community, eigene Angebote beizusteuern, sei so groß wie noch nie. Vorgesehen ist erneut eine Mischung aus Spielen, Workshops, Vorträgen, Kartenkunst und Beiträgen von Content Creators.

Für Alexander Willer unterscheidet sich die Fürther Veranstaltung auch durch ihren nichtkommerziellen Ansatz von großen Magic-Events. Das Ticket für beide Tage kostete 25 Euro und beinhaltete zusätzlich eine Goodie-Bag. Der Preis und das Programm sollten die Veranstaltung möglichst niedrigschwellig halten.

Viele Beiträge würden von jungen Content Creators aus der Community gestaltet. Zudem könnten Interessierte eigene Programmpunkte anbieten. «Deshalb ist es auch eine Veranstaltung von Spielern für Spieler», sagt Willer.

Die Veranstaltung selbst richtet sich vor allem an Menschen, die bereits erste Erfahrungen mit Magic oder Commander gesammelt haben. Komplett ausgeschlossen sind Anfänger nach Angaben des Teams jedoch nicht. Für einen ersten Einstieg empfehlen die Organisatoren vor allem die regelmäßigen Commander-Treffen im Zett9. Dort stehen auch Decks zum Ausleihen bereit.

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