Noch steht an der Wehlauer Straße kein neuer Sparkassenbau. Doch wie der künftige Hauptsitz an der Ecke zur Würzburger Straße einmal aussehen könnte, lässt sich jetzt erstmals erkennen. Am Mittwoch präsentierte die Sparkasse Fürth dem Bau- und Werkausschuss der Stadt die ersten Visualisierungen des geplanten Gebäudes. Gleichzeitig ist eine weitere wichtige Entscheidung gefallen: Der Generalübernehmer für das Projekt steht fest.
Die C + P Schlüsselfertiges Bauen GmbH & Co. KG aus dem hessischen Angelburg soll das Vorhaben begleiten. Für den architektonischen Entwurf hat das Unternehmen Zaeske Architekten BDA aus Wiesbaden beauftragt.
Die Sparkasse hatte das Grundstück bereits im Herbst vergangenen Jahres gekauft. Damit war die Entscheidung gefallen, den Hauptsitz langfristig aus dem bekannten Sparkassenturm heraus an einen neuen Standort zu verlegen. Ganz verschwinden wird die Sparkasse aus ihrem bisherigen Gebäude allerdings nicht. Die dortige Geschäftsstelle soll erhalten bleiben.
Bei der Gestaltung setzt der Entwurf auf eine Kombination aus Holz, Aluminium und Glas. Der Baukörper soll dabei nicht einfach als klassisches Rechteck an der Straße stehen. Die Architekten planen ein parallel verschobenes Rechteck, dessen Form sich aus den angrenzenden Straßen und den bestehenden Baufluchten entwickelt.
Dadurch verändert sich der Eindruck des Gebäudes je nach Standort. Wer daran vorbeifährt oder es zu Fuß umrundet, soll stets zwei Fassaden gleichzeitig sehen können.
Für Vorstandsvorsitzenden Adolf Dodenhöft ist der Neubau kein alltägliches Projekt. Mit Christmann + Pfeifer habe die Sparkasse einen Partner gefunden, der Erfahrung mit Bauvorhaben dieser Größenordnung mitbringe. In der nächsten Phase müsse aus den bisherigen Vorstellungen ein Hauptsitz entstehen, der zur Sparkasse und zur Region passe.
Der Abschied vom bisherigen Hauptsitz hatte sich bereits länger abgezeichnet. Das Sparkassenhochhaus stammt aus den 1970er-Jahren und erfüllt nach Einschätzung des Kreditinstituts die Anforderungen an die künftige Arbeitswelt nicht mehr. Eine Sanierung wurde ebenso geprüft wie die Frage, ob während eines Umbaus ein zeitweiliges Ausweichquartier notwendig wäre. Schließlich entschied sich die Sparkasse für einen Neubau.
Offen ist hingegen, welche Zukunft das übrige Gebäude nach einem Umzug der Verwaltung haben könnte. Die Sparkasse führt dazu nach eigenen Angaben Gespräche. Eine konkrete künftige Nutzung steht bislang nicht fest.
Klar ist lediglich, dass die Geschäftsstelle am heutigen Standort bestehen bleiben soll. Vorstandsvorsitzender Dodenhöft verweist dabei auf die weiterhin gewünschte Nähe zu den Kunden.
Vorstand Kai Tusak verbindet mit dem Neubau vor allem neue räumliche Möglichkeiten für die Sparkasse. Gleichzeitig solle der Standort die Verbundenheit des Kreditinstituts mit Fürth und seinem Geschäftsgebiet unterstreichen.
Bis tatsächlich gebaut wird, sind noch weitere Planungsschritte erforderlich. Einen Termin für Baubeginn oder Fertigstellung nannte die Sparkasse nicht.

