Es war ein Schock für viele Naturfreunde in Vach: Das traditionsreiche Storchennest, das fast 100 Jahre lang den Schornstein der ehemaligen Brauerei krönte, wurde vor wenigen Tagen ohne behördliche Genehmigung entfernt. Die Nachricht verbreitete sich rasend schnell über soziale Medien und sorgte für Empörung. Nun gibt es eine positive Wendung: Dank einer gemeinsamen Aktion des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), einer Dachdeckerfirma, freiwilliger Helfer sowie des städtischen Umweltamts konnte ein neues Weidengeflecht angebracht werden.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, der sich persönlich für die Wiederherstellung des Horstes stark gemacht hatte, zeigte sich am Dienstag zufrieden mit dem schnellen Erfolg: „Versprochen und Wort gehalten: Jetzt können die Vacher Bürger sicher bald wieder ihrem Storch beim Nestbau zusehen.“
Illegale Entfernung sorgte für Aufsehen
Der ursprüngliche Storchenhorst war über Jahrzehnte hinweg ein Wahrzeichen des Stadtteils und bot jedes Jahr einem Storchenpaar eine sichere Brutstätte. Seine plötzliche Beseitigung sorgte nicht nur für Entrüstung, sondern hatte auch rechtliche Konsequenzen. Denn Storchennester stehen in Deutschland unter Schutz – ihre Entfernung ohne behördliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Die Stadt Fürth hat bereits Ermittlungen eingeleitet, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Hoffnung auf baldige Rückkehr
Mit der Wiedererrichtung des Nests hoffen die Beteiligten, dass die Störche das neue Zuhause annehmen und in den kommenden Wochen zurückkehren.