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Volt Zirndorf nimmt Hürde zur Wahlzulassung nach dramatischem Endspurt

25. Januar 2026 , ,
Mit über 200 Unterstützungsunterschriften hat Volt Zirndorf die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllt und die Listen fristgerecht im Rathaus eingereicht. Foto: Volt ZirndorfMit über 200 Unterstützungsunterschriften hat Volt Zirndorf die Voraussetzungen für eine Kandidatur erfüllt und die Listen fristgerecht im Rathaus eingereicht. Foto: Volt Zirndorf

Die erst im vergangenen Herbst gegründete Ortsgruppe der Partei Volt hat die formalen Voraussetzungen für eine Kandidatur in Zirndorf erfüllt. Wie die politische Vereinigung mitteilt, wurden am 19. Januar 2026 und damit fristgerecht über 200 Unterstützungsunterschriften bei der Verwaltung eingereicht. Dem erfolgreichen Abschluss der Sammelphase ging nach Angaben der Verantwortlichen ein organisatorischer Kraftakt voraus, der durch technische Ausfälle und einen zunächst schleppenden Verlauf geprägt war.

Der Start in die Unterschriftensammlung gestaltete sich vor den Weihnachtsfeiertagen schwierig. Bis Anfang Januar konnte die Partei laut eigenen Angaben lediglich rund 100 gültige Signaturen vorweisen, was etwa der Hälfte der benötigten Anzahl entsprach. Eine geplante digitale Mobilisierungskampagne zum Jahresbeginn, konkret am 6. Januar, konnte nicht wie vorgesehen stattfinden. Als Grund nennt Volt Zirndorf eine Sperrung ihrer Social-Media-Auftritte durch den Meta-Konzern. Die digitalen Kanäle blieben demnach bis zum Ende der Frist nicht verfügbar, wodurch ein wesentliches Kommunikationsmittel zur Wähleransprache wegfiel.

Als Reaktion auf den Ausfall der Online-Präsenz verlagerten die Mitglieder ihre Aktivitäten vollständig in den öffentlichen Raum. Die Strategie setzte auf direkte Bürgergespräche auf der Straße sowie die Aktivierung persönlicher Netzwerke über Messenger-Dienste. Trotz dieser intensivierten Maßnahmen fehlten am 16. Januar, also drei Tage vor Fristende, noch immer rund 70 Unterschriften für die Zulassung. In dieser kritischen Phase erhielt die Zirndorfer Gruppe personelle Unterstützung aus anderen Strukturen der Partei. Durch den gemeinsamen Einsatz und spontane Nachbarschaftsgespräche gelang es den Beteiligten, die fehlenden Stimmen in den verbleibenden Stunden zu akquirieren.

Mit der Einreichung der Listen im Rathaus am Montagmittag ist der Weg für Volt nun frei, um in Zirndorf politisch aktiv zu werden. Die Partei, die sich als paneuropäische Bewegung versteht, will nach eigener Aussage auf evidenzbasierte Entscheidungen und bestbewährte Konzepte aus anderen europäischen Ländern setzen. Als Beispiele werden wohnungspolitische Ansätze aus Wien oder Mobilitätskonzepte aus Kopenhagen genannt. Daniel Schmidt, Local Lead von Volt Zirndorf, betonte in der Mitteilung, dass man die Politik vor Ort lösungsorientiert und pragmatisch mitgestalten wolle.