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Lücke im Lebensretter-Netz geschlossen: Neuer Defibrillator in Poppenreuth installiert

6. Februar 2026 , ,
Neuer AED-Standort in Fürth-Poppenreuth: Der Defibrillator in der Heinrich-Stranke-Straße ist rund um die Uhr zugänglich und in das Projekt «Fürth schockt!» eingebunden. (Foto: WKM Medizintechnik GmbH)Neuer AED-Standort in Fürth-Poppenreuth: Der Defibrillator in der Heinrich-Stranke-Straße ist rund um die Uhr zugänglich und in das Projekt «Fürth schockt!» eingebunden. (Foto: WKM Medizintechnik GmbH)

Ein plötzlicher Herzstillstand erfordert sofortiges Handeln, weshalb ein dichtes Netz an Notfallgeräten entscheidend für die Überlebenschance der Betroffenen ist. In Fürth-Poppenreuth wurde jetzt ein weiterer automatisierter externer Defibrillator (AED) offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der Standort in der Heinrich-Stranke-Straße, einer Seitenstraße der Hans-Vogel-Straße, schließt eine wichtige Lücke in der Versorgung des Stadtteils.

Das Gerät ist rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Ermöglicht wurde die Installation durch eine Spende der WKM Medizintechnik GmbH. Roman Bartelt, Geschäftsführer des Unternehmens, und Kersten Kunst, Teamleitung Sauerstoff- und Schlaftherapie/NIV Außendienst Nordbayern, übernahmen die Patenschaft für den Standort. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth (AGNF) stellt der neue Defibrillator eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden Notfallversorgung dar. Er ist in das Projekt «Fürth schockt!» eingebunden. Dies bedeutet, dass der Standort nicht nur physisch erkennbar ist, sondern auch digital erfasst wurde. Über die Internetseite des Projekts ist das Gerät einsehbar.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Vernetzung ist die Einbindung in das System der «Region der Lebensretter». Im Ernstfall können registrierte Ersthelfer gezielt zu diesem Standort geleitet werden, um das Gerät zum Patienten zu bringen. Die AGNF teilte mit, dass das Gerät digital überwacht werde. So könne gewährleistet werden, dass der Defibrillator jederzeit einsatzbereit sei.

Mit der Installation in Poppenreuth wächst das Netz der Lebensretter in der Region weiter an. Wie die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth bekannt gab, konnten im Stadtgebiet Fürth bislang 26 Geräte dieser Art platziert werden. Im Landkreis Fürth sind es 29 Defibrillatoren. Das gesamte System basiert auf Spenden und sogenannten Patenschaften. Einzelpersonen, Unternehmen oder Patengemeinschaften finanzieren dabei die Geräte, damit diese öffentlich angebracht und professionell gewartet werden können.