Mittwoch, 11. Februar 2026 00:31
Wetter5.8°C | Bedeckt

Stillstand auf der Schiene: Nürnberger Warnstreik bremst auch Fürth aus

10. Februar 2026 ,
Wegen des ver.di-Warnstreiks bleibt die Nürnberger U-Bahnlinie U1 am Mittwoch im Depot; zwischen Nürnberg und Fürth sollen Ersatzbusse nach Notfallplan fahren. (Foto: Symbolbild)Wegen des ver.di-Warnstreiks bleibt die Nürnberger U-Bahnlinie U1 am Mittwoch im Depot; zwischen Nürnberg und Fürth sollen Ersatzbusse nach Notfallplan fahren. (Foto: Symbolbild)

Der Mittwoch wird für viele Menschen in der Region zur Geduldsprobe. Die Gewerkschaft ver.di macht ernst und hat für den 11. Februar 2026 zu einem umfassenden Warnstreik im Nürnberger öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Was auf dem Papier zunächst nach einem reinen Nürnberger Ereignis aussieht, wird in der Realität auch den Alltag in Fürth spürbar durcheinanderwirbeln. Wer auf Bus und Bahn angewiesen ist, muss sich auf erhebliche Hürden einstellen.

Während es für Fürth selbst und die dortigen innerstädtischen Buslinien gute Nachrichten gibt – hier liegt kein Streikaufruf vor, die Busse rollen also –, trifft es die Verbindungen zwischen den Städten umso härter. Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg ist das primäre Ziel des Arbeitskampfes. Das bedeutet im Klartext: Die U-Bahnlinie U1, die täglich Tausende Pendler befördert, bleibt im Depot. Von 4 Uhr morgens bis 4 Uhr am Folgetag werden die Bahnsteige verwaist bleiben.

Der Ausstand macht auch vor den VAG-Buslinien 37, 39 und 67, die Fürth ansteuern, nicht halt. Doch ganz ohne Verbindung bleiben die Fahrgäste nicht. Die Verkehrsbetriebe greifen auf einen Notfallplan zurück, der sich am Netz der Nachtbusse orientiert. Im Stundentakt sollen Busse verkehren, wobei die Linie N9 die wichtige Route zwischen dem Nürnberger Hauptbahnhof und dem Fürther Rathaus bedient. Wer bis zur Stadtgrenze muss, kann auf die Linien N11 und N14 ausweichen.

Ein Lichtblick bleibt der Schienenverkehr der Deutschen Bahn. S-Bahnen und R-Bahnen sind von den Maßnahmen der Gewerkschaft ausgenommen und fahren nach Plan. Dennoch ist davon auszugehen, dass diese Züge voller sein werden als gewöhnlich.

Die VAG hat alle Details unter vag.de/aktuelles-meldungen/detail/warnstreik-am-mittwoch zusammengefasst. Die Verantwortlichen raten dringend dazu, vor jeder Fahrt die Apps der VAG oder des VGN zu prüfen.