Mittwoch, 18. Februar 2026 19:12
Wetter4.4°C | Bedeckt

Zahlen für 2025 zeigen: Weniger Wachstum, mehr Stabilität in Fürth

18. Februar 2026 , ,
Fürth im Umbruch: Der Jahresrückblick 2025 zeigt solide Finanzen und wachsende Solarenergie, aber eine leicht rückläufige Bevölkerung und den Strukturwandel am Arbeitsmarkt. (Foto: Symbolbild)Fürth im Umbruch: Der Jahresrückblick 2025 zeigt solide Finanzen und wachsende Solarenergie, aber eine leicht rückläufige Bevölkerung und den Strukturwandel am Arbeitsmarkt. (Foto: Symbolbild)

Wenn die nüchternen Ziffern aus dem Jahresrückblick 2025 der Stadt Fürth aufeinandertreffen, entsteht das Bild einer Stadt im Umbruch: Wachstum gebremst, Finanzen solide und neue Prioritäten in Wirtschaft und Infrastruktur. Die offizielle Auswertung der Stadtverwaltung dokumentiert für die Kleeblattstadt bemerkenswerte Entwicklungen in Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Energie und Zukunftsausrichtung.

Ende 2025 lebten rund 132.600 Menschen in der Stadt – etwa 400 weniger als im Jahr zuvor. Damit setzt sich ein Trend fort, bei dem ein starkes Bevölkerungswachstum der Vorjahre deutlich abflacht. Der Anteil der Bürger mit ausländischen Wurzeln verringerte sich leicht. Die Zahl der Geburten sank im Vergleich zu 2024 von 1.129 auf 1.092, während 1.351 Menschen verstarben.

Am Arbeitsmarkt blieb die Situation stabil: Die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2025 lag bei 5,7 Prozent – auf gleichem Niveau wie im Vorjahr und nahe dem Bereich nahezu voller Beschäftigung. Aus gesamtdeutscher Perspektive bedeutet das für eine Stadt dieser Größe eine vergleichsweise gute Bilanz.

Auch finanziell stand Fürth solide da. Dank eines Ausgleichs im städtischen Haushalt, der bereits 2024 einen Überschuss auswies, konnte die Kommune 2025 zum 15. Mal in Folge ihre Schulden reduzieren – um weitere zwei Millionen Euro. Dieser Schuldenabbau ist in deutschen Großstädten keineswegs selbstverständlich.

Ein weiterer bemerkenswerter Wert betrifft die Solarenergie: Die Zahl der Photovoltaikanlagen stieg um mehr als 20 Prozent von 3.941 auf 4.812, was einer installierten Leistung von rund 53.677 Kilowattpeak entspricht.

Blickt man über diese Kernzahlen hinaus, zeichnet sich ein differenziertes Bild: Während der industrielle Sektor Arbeitsplätze verliert, verzeichnen Bereiche wie Gesundheitswesen und Erziehung Zuwächse. In der Summe kann der Verlust traditioneller Stellen nicht vollständig kompensiert werden – ein Strukturwandel, der auch andere Regionen in Deutschland betrifft.

Die Zukunftsaussichten der Stadt stützen sich auf stabile Haushaltsverhältnisse, hohe Steuerkraft und signifikante Rücklagen. Damit sollen Infrastruktur und Lebensqualität zukunftsfähig ausgestaltet werden, etwa durch neue Gewerbeflächen im Golfpark Atzenhof oder am Hafen und durch große Bauprojekte wie die Fertigstellung der Erweiterung des Klinikums. Auch Bildungsstandorte wie das Helene-Lange- und Heinrich-Schliemann-Gymnasium werden modernisiert.