Es ist kurz vor zehn Uhr, als der Alarm der Ammerndorfer Feuerwehrleute auslöst. Die Meldung lautet sachlich «THL 1 Rettung Kleintier», doch dahinter verbirgt sich ein echtes Drama für Besitzer und Haustier. In luftigen zehn Metern Höhe sitzt eine Katze auf einem Dachfirst fest. Der Weg nach unten scheint für den Vierbeiner plötzlich unüberwindbar zu sein.
Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Fürth fackeln nicht lange. Routiniert rücken sie aus, um das verängstigte Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Vor Ort ist schnell klar: Eine herkömmliche Rettung per Handgriff gestaltet sich auf dieser Höhe schwierig. Daher bringen die Helfer ein Steckleiterteil in Position, um möglichst nah an den Dachfirst heranzukommen.
Nun ist großes psychologisches Fingerspitzengefühl gefragt. Statt die Katze in die Enge zu treiben, setzen die Feuerwehrleute auf eine sanfte Strategie. Mit beruhigenden Worten und ein paar verlockenden Leckerlis schaffen sie es, das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Die Taktik geht auf: Die Katze fasst Mut und klettert aus eigenen Stücken hinab. Unten wartet bereits ein Feuerwehrmann, der den Ausreißer sicher und unverletzt in Empfang nimmt.
Die Erleichterung bei den Eigentümern ist groß, als sie ihren Stubentiger ohne einen einzigen Kratzer zurückbekommen. Nach exakt dreißig Minuten ist die Aktion beendet und die Mannschaft zurück im Feuerwehrhaus.
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