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Aronia Alm: Warum in Veitsbronn eine kleine dunkle Beere im Mittelpunkt steht

30. Mai 2026
Landrat Bernd Obst, Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner und Vertreter der Initiative «Gutes aus dem Fürther Land» informierten sich bei Familie Maußer in Veitsbronn über den Anbau und die Verarbeitung von Aroniabeeren. Foto: Landratsamt FürthLandrat Bernd Obst, Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner und Vertreter der Initiative «Gutes aus dem Fürther Land» informierten sich bei Familie Maußer in Veitsbronn über den Anbau und die Verarbeitung von Aroniabeeren. Foto: Landratsamt Fürth

Die Beeren sind klein, fast schwarz und schmecken kräftig-herb. Auf den Feldern der Familie Maußer in Veitsbronn sind sie aber längst mehr als nur eine landwirtschaftliche Spezialität. Die Aroniabeere ist dort zur Grundlage eines Familienbetriebs geworden, der ökologische Landwirtschaft, Verarbeitung vor Ort und Direktvermarktung miteinander verbindet. Genau deshalb führte ein Besuch der Initiative «Gutes aus dem Fürther Land» zur Aronia Alm.

Landrat Bernd Obst, Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner, Joanna Bacik von der Regional- und Wirtschaftsförderung sowie weitere Mitglieder des GuFü-Steuerungskreises informierten sich bei Familie Maußer über den Betrieb. Im Mittelpunkt standen der biodynamische Anbau, die Ernte und die Verarbeitung der dunkelblauen Früchte.

Die ersten Aroniasträucher pflanzte Familie Maußer im Jahr 2013. Seit 2018 ist der Hof ein Demeter-Betrieb. Die Felder werden biodynamisch bewirtschaftet. Gemeint ist damit eine Form der Landwirtschaft, die den Hof als Kreislauf versteht. Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen sollen dabei möglichst eng zusammenspielen.

Die Ernte der Aroniabeeren läuft nach Angaben des Betriebs etwa von Mitte August bis Ende September. Ein Teil der Früchte wird von Hand gepflückt. Helga Maußer erklärte bei dem Besuch zudem, der Anbau habe auch ökologische Bedeutung. Der CO2-Speicherwert einer Aroniaplantage sei mit dem eines Waldes vergleichbar.

Landrat Bernd Obst stellte bei dem Termin die Bedeutung regionaler Betriebe heraus. «Betriebe wie die Aronia Alm sind das Herzstück unserer Initiative Gutes aus dem Fürther Land. Hier wird eindrucksvoll gezeigt, wie ökologische Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung Hand in Hand gehen. Es ist bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft die Familie Maußer hier ein echtes Alleinstellungsmerkmal für unseren Landkreis geschaffen hat», sagte Obst.

Die Initiative «Gutes aus dem Fürther Land» will regionale Erzeuger stärker sichtbar machen. Der Landkreis hat dazu zuletzt eine Broschüre veröffentlicht, in der 37 Direktvermarkter vorgestellt werden. Sie reicht nach Angaben des Landkreises von Gemüse über Fleisch und Backwaren bis zu Kaffeespezialitäten. Damit soll gezeigt werden, welche Vielfalt an Produkten direkt in der Region erzeugt oder verarbeitet wird.

Bei der Aronia Alm entstehen aus den Beeren unter anderem Direktsaft, Balsam-Dressing, Pulver und getrocknete Beeren. Die Produkte werden handwerklich hergestellt und im eigenen Hofladen angeboten.

Bürgermeister Marco Kistner bezeichnete den Betrieb als Gewinn für die Gemeinde. «Wir sind stolz darauf, solch innovative und leidenschaftliche Familienbetriebe in Veitsbronn zu haben. Die Aronia Alm bereichert unsere Gemeinde nicht nur durch ihre hochwertigen Produkte, sondern ist auch ein wunderbares Beispiel für unternehmerischen Mut und die Liebe zur Heimat», sagte Kistner.

Aroniabeeren werden oft als «Superfood» vermarktet. Sicher ist, dass sie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, darunter Anthocyane. Diese Stoffe sorgen für die dunkle Färbung und haben antioxidative Eigenschaften.

Weitere Informationen zur Aronia Alm gibt es unter www.aronia-alm.de. Weitere Betriebe aus der Region sind auf www.landkreismacher.de zu finden.