Schlaglöcher, Risse und Verwerfungen bleiben bei Straßen und Radwegen nicht aus. Für das Jahr 2026 hat die Stadt Fürth ein umfassendes Deckenbauprogramm vorbereitet, mit dem stark beanspruchte Fahrbahnen sowie ausgewählte Fuß- und Radwege erneuert werden sollen. Insgesamt sind Investitionen von rund 1,38 Millionen Euro vorgesehen.
Nach Angaben der Verwaltung befinden sich mehrere der betroffenen Straßen in einem so schlechten baulichen Zustand, dass punktuelle Ausbesserungen nicht mehr ausreichen, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Würzburger Straße im Bereich der Brücke über den Main-Donau-Kanal. Dort ist während der Oster- oder Pfingstferien eine vollständige Erneuerung der Asphaltdecke unter Vollsperrung geplant. Die Maßnahme war ursprünglich bereits für 2025 vorgesehen, konnte jedoch aus Kapazitätsgründen nicht umgesetzt werden. Die Kosten werden auf etwa 445.000 Euro geschätzt.
Besonders dringlich ist nach Einschätzung der Fachstellen auch der Kreuzungsbereich Stadelner Hauptstraße und Herboldshofer Straße. Massive Verwerfungen, Rissbildungen und Abplatzungen machen dort eine komplette Deckensanierung notwendig. Die Arbeiten sollen zwischen dem 20. Juli und dem 21. August 2026 in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Wie aus einer Sitzungsv orlage hervorgeht, wird dabei auf die Belange der Stadelner Kirchweih Rücksicht genommen. Spätestens zum Beginn des Festes sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.
Weitere Maßnahmen sind für die Veitsbronner Straße zwischen Oberfarrnbacher Straße und Breitem Steig vorgesehen. Nachdem parallel laufende Infrastrukturarbeiten abgeschlossen sind, kann der Bauzeitraum im Jahr 2026 flexibel festgelegt werden. Auch im Gebiet rund um die Asternstraße sollen Asphaltdecken erneuert werden, voraussichtlich im Spätsommer.
Ein Teil des Programms betrifft zudem die überregionale Fuß- und Radwegverbindung im Wiesengrund. Zwischen Begonienstraße und Beim Korwinkel ist eine Sanierung der stark beschädigten Asphaltdecke vorgesehen, um Wurzelschäden und Unebenheiten zu beseitigen. Der Abschnitt zwischen Ronwaldstraße und Friedhofsteg entfällt hingegen vollständig aus der Planung. Für einen weiteren Teilabschnitt sind zusätzliche Abstimmungen erforderlich, sodass eine Umsetzung noch nicht zugesichert ist.
Ebenfalls auf der Liste steht die Heilstättenstraße, deren Deckschicht nach Darstellung der Verwaltung stark verschlissen ist. Hier laufen noch Gespräche zur genauen Terminierung, da parallel andere Baustellen berücksichtigt werden müssen.
Die Finanzierung gilt als gesichert. Für Deckenerneuerungen stehen im Haushalt 2026 rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind bereits kleinere Beträge gebunden, der Großteil ist für die nun geplanten Maßnahmen vorgesehen. Über die endgültige Projektgenehmigung entscheidet der Stadtrat Ende Januar 2026.
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