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Defekte Aufzüge in Cadolzburger Pflegeheim: Feuerwehr musste zweimal Bewohner aus dem Gebäude transportieren

22. Oktober 2026, 19:08 Uhr ,
In der AWO-Seniorenresidenz in Cadolzburg-Egersdorf war ein Aufzug monatelang außer Betrieb. (Foto: Symbolbild/KI)In der AWO-Seniorenresidenz in Cadolzburg-Egersdorf war ein Aufzug monatelang außer Betrieb. (Foto: Symbolbild/KI)

Weil ein Aufzug in einem Cadolzburger Seniorenpflegeheim monatelang defekt war, musste die Feuerwehr gleich zweimal ausrücken, um Bewohner liegend aus dem Gebäude zu transportieren. Das geht aus einer Stellungnahme des Landratsamtes Fürth auf Anfrage von Fürth Aktuell hervor. Die Vorfälle ereigneten sich am 12. und 13. September. Wie eine inzwischen erfolgte Kontrolle der Heimaufsicht ergab, hätten beide Einsätze der Behörde gemeldet werden müssen.

Bereits seit Monaten gab es in der AWO-Seniorenresidenz im Cadolzburger Ortsteil Egersdorf Probleme mit den Aufzügen. Darüber hatten zunächst die Nürnberger Nachrichten berichtet. Einer der beiden Aufzüge im stationären Pflegebereich war über einen längeren Zeitraum außer Betrieb, während der andere wiederholt ausfiel.

Am 19. Oktober fand schließlich eine unangekündigte Begehung durch die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA), die sogenannte Heimaufsicht, statt. Dabei stellte sich heraus, dass beide Aufzüge im stationären Pflegebereich inzwischen wieder funktionierten.

Der größere Aufzug im Gebäudeteil W war nach Angaben der Einrichtung etwa zwei bis drei Monate außer Betrieb gewesen. Grund dafür seien fehlende Ersatzteile gewesen, die erst aus dem Ausland beschafft werden mussten. Seit dem 14. Oktober ist die Anlage wieder in Betrieb. Die Heimaufsicht überprüfte ihre Funktionsfähigkeit und bestätigte, dass sie bei der Kontrolle funktionierte.

Während der Reparaturzeit stand lediglich der kleinere Personenaufzug zur Verfügung. Auch dieser fiel nach Angaben der Einrichtung im Sommer mehrfach kurzfristig aus. Die Störungen seien jeweils zeitnah von der beauftragten Aufzugsfirma behoben worden. Genauere Angaben zu diesen Ausfällen wollte die Einrichtung gegenüber der Heimaufsicht noch nachreichen.

Besonders deutlich wurden die Auswirkungen des Aufzugproblems an zwei Tagen im September. Am 12. und 13. September musste die Feuerwehr hinzugezogen werden, um Bewohner liegend aus dem Gebäude zu transportieren. Der kleinere Aufzug war für einen solchen Transport nicht groß genug.

Bei der Überprüfung stellte die Heimaufsicht fest, dass die Einrichtung diese beiden Vorfälle hätte melden müssen. Es handle sich um besondere Ereignisse, über die die zuständige Fachstelle informiert werden müsse. Die Einrichtung wurde entsprechend darauf hingewiesen.

Am 16. Oktober hatte das Landratsamt auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt, dass der Heimaufsicht bis dahin keine entsprechenden Probleme mit den Aufzugsanlagen im stationären Pflegebereich bekannt gewesen seien. Die Behörde kündigte daraufhin an, den Hinweisen nachzugehen.

Zur AWO-Einrichtung gehören neben dem stationären Pflegebereich auch Wohnungen des betreuten Wohnens. Dort befinden sich vier weitere Aufzüge. Diese wurden bei der unangekündigten Begehung nicht kontrolliert, weil der Bereich des betreuten Wohnens nicht in die Zuständigkeit der Heimaufsicht fällt. Nach Angaben der Einrichtung sind auch diese Aufzüge funktionsfähig.

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