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Debatte um Windrad bei Rehdorf in Oberasbach: Initiative meldet sich zu Wort

10. Juli 2026, 15:48 Uhr ,
Die seit Jahren bekannte Windfläche bei Rehdorf steht erneut im Mittelpunkt einer politischen und öffentlichen Debatte. Eine Initiative wirbt nun für ein mögliches Bürgerwindrad.Die seit Jahren bekannte Windfläche bei Rehdorf steht erneut im Mittelpunkt einer politischen und öffentlichen Debatte. Eine Initiative wirbt nun für ein mögliches Bürgerwindrad.

Die Diskussion um ein mögliches Windrad bei Rehdorf in Oberasbach bekommt eine neue Stimme. Mit «Unser Bürgerwindrad» meldet sich eine Initiative zu Wort, die das Projekt nicht nur unterstützen, sondern nach eigenen Angaben auch stärker mit einer Beteiligung der Bevölkerung verbinden will. Zugleich kündigt die Gruppe eine öffentliche Informationsveranstaltung an.

Hinter der Initiative stehen Andreas Ceymann und Franz Forman (beide Freie Wähler). Sie verweisen auf die seit vielen Jahren bekannte Windfläche bei Rehdorf und sehen dort die Möglichkeit für ein Projekt, das gemeinsam mit regionalen Partnern entwickelt werden könnte. Im Gespräch sind die N-ERGIE und die Energiegenossenschaft EWERG. Über die Genossenschaft könnten nach den Vorstellungen der Befürworter auch Bürger finanziell beteiligt werden.

Neu ist die Debatte um den Standort nicht. Schon am 29. September 2025 hatte sich der Oberasbacher Stadtrat öffentlich mit einer möglichen Windkraftanlage beschäftigt. N-ERGIE und EWERG präsentierten damals ihre Projektabsicht. Eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit dem Stadtrat fand anschließend keine Mehrheit.

Inzwischen hat die Diskussion deutlich an Schärfe gewonnen. In Rehdorf kursierten anonyme Flugblätter mit Vorwürfen gegen die grüne Stadtratsfraktion und Bürgermeister Thomas Diebenbusch. Die Stadt Oberasbach wies mehrere Darstellungen zurück und erinnerte daran, dass das Thema bereits öffentlich im Stadtrat behandelt worden war.

Vor diesem Hintergrund geht nun die Initiative an die Öffentlichkeit. Ein Treffen interessierter Beteiligter sei privat organisiert worden, heißt es in ihrer Mitteilung. Die Teilnehmer hätten sich dafür ausgesprochen, die Bevölkerung frühzeitig und konstruktiv einzubeziehen. Die Initiatoren verbinden mit einem möglichen Windrad die Hoffnung auf mehr regionale Energieerzeugung und zusätzliche Wertschöpfung vor Ort.

Nach ihrer Darstellung könnte eine Anlage rechnerisch Strom in einer Größenordnung liefern, die etwa einem Drittel der Oberasbacher Haushalte entspricht.

Dass ein Windrad Fragen und Sorgen auslöst, räumt auch die Initiative ein. Sie nennt unter anderem Auswirkungen auf das Landschaftsbild, Natur- und Artenschutz, Schall sowie Schattenwurf. Diese Themen müssten in einem möglichen Genehmigungsverfahren geprüft werden. Ein solches Verfahren ist nach bisherigem Stand noch nicht abgeschlossen und steht in wesentlichen Teilen erst bevor.

Mit einer eigenen Informationsveranstaltung will die Gruppe nun stärker in die öffentliche Debatte eingreifen. Dort sollen nach ihrer Ankündigung Fragen zum möglichen Projekt beantwortet werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Die Initiative erklärt zugleich, sie würde es begrüßen, wenn sich auch die Stadt Oberasbach an der Veranstaltung beteiligt.

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