Ein massiver Eingriff in den Lebensraum geschützter Tiere beschäftigt derzeit die Kriminalpolizei. Zwischen Montagnachmittag, dem 19. Januar 2026, und Donnerstagnachmittag, dem 22. Januar 2026, wurde ein Biberbau am Dürrnfarrnbach im Landkreis Fürth schwer beschädigt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken zerstörte ein bislang unbekannter Täter den Hauptdamm der Anlage, die sich zwischen den Ortschaften Dürrnfarrnbach und Keidenzell befindet.
Die Ermittler gehen davon aus, dass für die Zerstörung schweres Gerät zum Einsatz kam. In der entsprechenden Mitteilung der Polizei ist von einem Traktor oder Radlader die Rede. Neben dem Hauptdamm wurden auch die Nebendämme der Anlage in Mitleidenschaft gezogen. Diese baulichen Veränderungen haben unmittelbare Folgen für die betroffenen Tiere. Durch den zerstörten Damm sank der Wasserspiegel so stark ab, dass die Biberburg trockenfiel. Den dort lebenden Bibern droht dadurch laut Polizei der Erfrierungstod.
Juristisch hat dieser Vorfall ein erhebliches Gewicht. Wie die Polizei mitteilte, sei eine derartige Zerstörung des Lebensraums rechtlich der Tötung eines Bibers gleichzusetzen. Da der Biber nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art ist, hat die Kriminalpolizei Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Um den Täter zu identifizieren, setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Personen, die im fraglichen Zeitraum Beobachtungen im Bereich zwischen Dürrnfarrnbach und Keidenzell gemacht haben oder Angaben zur Vorgehensweise machen können, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 entgegen.
1.4°C | Klarer Himmel 

