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Stabile Mehrheiten für Fürth: SPD und CSU erneuern ihr Bündnis

29. April 2026 , , ,
SPD und CSU im Fürther Stadtrat setzen ihre Zusammenarbeit in der kommenden Legislaturperiode fort. (Foto: Roland Beck)SPD und CSU im Fürther Stadtrat setzen ihre Zusammenarbeit in der kommenden Legislaturperiode fort. (Foto: Roland Beck)

Die Fraktionen von SPD und CSU im Fürther Stadtrat werden ihre Zusammenarbeit auch in der kommenden Legislaturperiode weiterführen. Oberbürgermeister Thomas Jung bezeichnet die Fortsetzung der Kooperation als Garantie dafür, dass die Stadt stabil bleibe. Das gemeinsame Ziel beider Parteien ist es, die positive Entwicklung der Stadt zu sichern und eine solidarische Stadtgesellschaft zu fördern.

Die inhaltlichen Leitlinien wurden von den Partnern bereits einvernehmlich festgelegt. Der Fürther SPD-Vorsitzende Matthias Dornhuber nennt die finanzielle Handlungsfähigkeit als entscheidend für die Stadtentwicklung. Zu den definierten Zielen gehören die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Schaffung von neuem Wohnraum sowie die Fortführung einer stabilitätsorientierten Haushaltspolitik mit weiterem Schuldenabbau.

Trotz der inhaltlichen Einigkeit in den Grundzügen wird es keinen Automatismus bei der gegenseitigen Unterstützung geben. Der CSU-Vorsitzende Christian Wenning erklärt, man habe sich über die grundsätzlichen Positionen ausgetauscht und akzeptiere diese als Basis der jeweiligen politischen Arbeit. Vor dem Hintergrund unsicherer wirtschaftlicher Entwicklungen in Deutschland und weltweit wollen die Partner anstehende Entscheidungen in enger Abstimmung erarbeiten. Dabei streben sie laut Wenning große und möglichst parteiübergreifende Mehrheiten im Stadtrat an.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Maurice Schönleben betont die offene Gestaltung der Zusammenarbeit. Man wolle breite Mehrheiten der politischen Mitte erreichen und stehe allen demokratischen Kräften offen. Als konkrete gemeinsame Projekte nennt Schönleben die Bebauung des sogenannten Hirschmann-Areals und die Entwicklung des Pegnitzquartiers, die eine zweite Uferpromenade beinhalten soll.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Maximilian Ammon verweist auf die bewältigten Herausforderungen der vergangenen Stadtratsperiode, in der gleichzeitig Schulden abgebaut und Investitionen getätigt worden seien. Für die kommenden Jahre kündigt Ammon einen Schwerpunkt auf den spürbaren Bürokratieabbau und die Beschleunigung von Verwaltungsvorgängen an. Dies soll insbesondere der Wirtschaft und dem Wohnungsbau zugutekommen. Zudem planen die Fraktionen, den Parkdruck in der Fürther Innenstadt und der Südstadt durch neue Parkangebote zu verringern.

Neben den inhaltlichen Zielen haben sich SPD und CSU auch auf Personalien verständigt. Die bewährte Aufstellung der Verwaltungsspitze soll beibehalten werden. Beide Fraktionen sichern Markus Braun als Zweitem Bürgermeister und Referenten für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit ihre Unterstützung zu. Ebenso soll Dietmar Helm als Dritter Bürgermeister im Amt bleiben und sich weiterhin dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Oberbürgermeister Jung zeigt sich zuversichtlich und erklärt abschließend: «Mit dieser Aufstellung können wir auch in den kommenden sechs Jahren erfolgreich für unsere Kleeblattstadt weiterarbeiten!»