Die Kulturszene in der Stadt und im Landkreis Fürth profitiert in diesem Jahr von Mitteln aus dem Kulturfonds Bayern. Insgesamt 26.400 Euro fließen in drei regionale Projekte.
Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags billigte die entsprechenden Förderungen am 29. April 2026. Für ganz Mittelfranken sind im Jahr 2026 Gelder in Höhe von 702.300 Euro aus dem Kulturbereich vorgesehen, was einem Anteil von gut 14 Prozent an der bayerischen Gesamtsumme von knapp fünf Millionen Euro entspricht.
Im Landkreis Fürth erhält der Verein KulturPalast Anwanden eine Summe von 11.700 Euro für die Sonderausstellung «Voll Stoff!», die auf dem Gelände des Guts Wolfgangshof stattfindet. Der Zuschuss für dieses Projekt im Bereich der zeitgenössischen Kunst wurde laut dem SPD-Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl aus fachlichen Gründen in reduzierter Höhe bewilligt.
Zwei weitere geförderte Initiativen sind in der Stadt Fürth beheimatet. Der Verein Frauen in der Einen Welt bekommt 8.400 Euro für eine Sonderausstellung des Museums Frauenkultur Regional-International. Zudem gehen 6.300 Euro an den Verein Komponistinnenkonzerte.
Die Grünen-Abgeordnete Barbara Fuchs wertet die finanzielle Unterstützung als wichtige Anerkennung für das Engagement der Kulturschaffenden. Sie verweist insbesondere auf die finanzielle Situation des Frauenmuseums. Die Einrichtung zog im Jahr 2025 in neue Räume in der Fürther Hirschenstraße und ist seither ganzjährig geöffnet. Durch den Umzug stiegen die jährlichen Kosten der Betreiber auf rund 30.000 Euro. Fuchs, die bereits im Februar einen Haushaltsantrag zur Unterstützung der Einrichtung gestellt hatte, fordert weiterhin eine dauerhafte institutionelle Förderung des Museums.
Der im Jahr 1996 ins Leben gerufene Kulturfonds unterstützt kulturelle Vorhaben von überregionaler Bedeutung. Der Abgeordnete Scheuenstuhl, der dem Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen angehört, rät regionalen Einrichtungen dazu, diese Fördermöglichkeiten beim Land rege zu nutzen.
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