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Fürth im Trödelfieber: Alles Wissenswerte zum Grafflmarkt Ende Juni

16. Juni 2026, 14:06 Uhr
Beim Fürther Grafflmarkt verwandeln sich die historischen Plätze Ende Juni wieder in ein Paradies für Trödler. (Foto: Symbolbild)Beim Fürther Grafflmarkt verwandeln sich die historischen Plätze Ende Juni wieder in ein Paradies für Trödler. (Foto: Symbolbild)

Wenn sich Kisten mit ausgemusterten Schätzen stapeln und die Altstadt bis in die späten Abendstunden belebt ist, steht der Fürther Grafflmarkt an. Ende Juni verwandeln sich die historischen Plätze erneut in ein Paradies für Trödler.

Am 26. und 27. Juni füllen Stände und Verkaufsdecken die Gassen. Das Areal umfasst die Gustavstraße, den Waagplatz, die Waagstraße, den Kirchenplatz, die Königstraße, die Geleitsgasse, den Löwenplatz, die Parkplätze an der Lilienstraße und den Grünen Markt.

In den freien Bereichen wie der Geleitsgasse, der Lilienstraße und am Löwenplatz gilt das Prinzip der Selbstreservierung. Die Stadtverwaltung teilt hier keine Plätze zu. Stattdessen markieren Mitarbeiter des Marktamtes am Tag zuvor die Grenzen mit einem speziellen weißen Klebeband. Nur Flächen, die mit diesem Band inklusive Kleeblatt und dem Schriftzug «Stadt Fürth» versehen sind, haben Gültigkeit. Wer auf eigene Faust mit Kreide oder anderem Material markiert, verliert seinen Platz. Die Gebühr von sechs Euro pro Quadratmeter sammeln städtische Kontrolleure direkt in bar ein. Verkauft wird hier am Freitag von 10 bis 22 Uhr und am Samstag von 8 bis 15 Uhr.

Wer einen Platz im offiziellen Platzkartenbereich besitzt, startet am Freitag erst um 15 Uhr mit dem Verkauf. Das Ende ist an beiden Tagen identisch mit den freien Flächen.

Der Nachwuchs hat sein eigenes Revier. Auf dem Kirchenplatz dürfen Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre ihre Spielsachen und Bücher anbieten. Dies ist nur direkt auf dem Boden erlaubt, etwa auf Decken. Klassische Tische oder Gestelle sind verboten.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss sich auf Umwege einstellen. Die Zufahrten zur Lilienstraße und zur Staudengasse sind bereits ab dem Vorabend um 18 Uhr dicht. Am Markttag selbst greifen Sperrungen ab 7 Uhr morgens, unter anderem für die Gustavstraße und den Marktplatz. Das Entladen der Fahrzeuge ist streng reglementiert. Ab Freitagnachmittag um 14 Uhr kommen nur noch Anlieger mit einer entsprechenden städtischen Erlaubnis in das Viertel.

Der Markt endet am Samstag pünktlich um 15 Uhr. Eine Stunde später muss das gesamte Gelände geräumt sein.

Zusätzlich zum Marktgeschehen bietet der lokale Einzelhandel einen besonderen Anreiz. Die Geschäfte in der Altstadt verlängern am Freitagabend ihre Öffnungszeiten und schließen ihre Türen erst um 22 Uhr.