Donnerstag, 23. Juli 2026 16:51
Wetter wird geladen...

58.000-Euro-Spende ermöglicht neuen Gefäßultraschall am Klinikum Fürth

23. Juli 2026, 16:50 Uhr
Ein neuer intravaskulärer Ultraschall ermöglicht am Klinikum Fürth präzisere Einblicke in die Herzkranzgefäße. (Foto: Klinikum Fürth)Ein neuer intravaskulärer Ultraschall ermöglicht am Klinikum Fürth präzisere Einblicke in die Herzkranzgefäße. (Foto: Klinikum Fürth)

Ein Ultraschallkopf, kaum größer als die Spitze eines Katheters, soll Ärzten am Klinikum Fürth künftig einen genaueren Blick in die Herzkranzgefäße ermöglichen. Die Gesellschaft zur Förderung des Klinikums Fürth hat die Anschaffung eines neuen Systems für den intravaskulären Ultraschall, kurz IVUS, mit 58.000 Euro finanziert.

Das Verfahren wird während einer Herzkatheteruntersuchung eingesetzt. Dabei schiebt der Arzt eine feine Ultraschallsonde durch einen Katheter bis in das betroffene Herzkranzgefäß. Von dort liefert das Gerät hochauflösende Querschnittbilder der Gefäßwand. So lassen sich Verengungen und Ablagerungen genauer beurteilen, als es mit der zweidimensionalen Darstellung der herkömmlichen Röntgenangiografie allein möglich ist.

Nach Angaben des Klinikums nimmt die Untersuchung nur wenige Minuten in Anspruch und verursacht kaum Schmerzen. Sie ergänzt die Röntgenbilder um Informationen aus dem Inneren der Gefäßwand.

Von besonderem Nutzen ist die Technik bei komplexen oder längeren Engstellen. Die Aufnahmen helfen dabei, den Durchmesser des Gefäßes zu bestimmen und einen Eingriff vorzubereiten. Muss eine Engstelle mit einem Ballon erweitert und anschließend mit einer Gefäßstütze, einem sogenannten Stent, stabilisiert werden, kann das System die Auswahl und Platzierung unterstützen. Nach dem Einsetzen lässt sich zudem kontrollieren, ob der Stent ausreichend entfaltet ist und richtig an der Gefäßwand anliegt.

«Der intravaskuläre Ultraschall ist eine unverzichtbare Technologie bei der Diagnostik und Behandlung komplexer Herzkranzgefäßerkrankungen», erklärt Privatdozent Dr. Stylianos Pyxaras, Leiter der interventionellen Kardiologie am Klinikum Fürth. Nach Angaben des Klinikums verbessert die zusätzliche Bildgebung die Präzision der Behandlung und kann dazu beitragen, spätere Folgeeingriffe zu vermeiden.

Die Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen wird von Professor Dr. Harald Rittger geleitet. Das Klinikum führt IVUS bereits als Teil seines diagnostischen Angebots in der interventionellen Kardiologie. Mit der Spende steht der Abteilung nun nach eigenen Angaben ein System der neuesten Generation zur Verfügung.

Die Gesellschaft zur Förderung des Klinikums Fürth wurde 2002 gegründet. Sie unterstützt mit Spenden medizinische Projekte sowie die Ausbildung des Pflegepersonals. Vorsitzender des Vereins ist Professor Dr. Heinrich Worth.

Artikelaufrufe: