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Stadt Fürth vergibt Kulturpreise 2026: Postillon unter den Preisträgern

18. August 2026, 09:59 Uhr ,
Die Stadt Fürth zeichnet 2026 unter anderem Béatrice Kahl, Jochen Pankrath, Pauline Füg und das Satiremagazin «Der Postillon» mit Kulturpreisen aus. (Foto: Der Postillon)Die Stadt Fürth zeichnet 2026 unter anderem Béatrice Kahl, Jochen Pankrath, Pauline Füg und das Satiremagazin «Der Postillon» mit Kulturpreisen aus. (Foto: Der Postillon)

Die Stadt Fürth vergibt ihre Kulturpreise 2026 an vier sehr unterschiedliche Vertreter der Kulturszene. Ausgezeichnet werden die Pianistin, Komponistin und Arrangeurin Béatrice Kahl, der bildende Künstler Jochen Pankrath, die Lyrikerin und Künstlerin Pauline Füg sowie das Satiremagazin «Der Postillon». Jeder der vier Kulturpreise ist mit 4.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhalten drei Nachwuchskünstler einen Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis in Höhe von jeweils 2.000 Euro.

Béatrice Kahl ist seit vielen Jahren in der regionalen und internationalen Musikszene aktiv. Mit dem Béatrice Kahl Trio verbindet sie Jazz und improvisierte Musik mit Pop und lyrischen Einflüssen. Darüber hinaus war sie unter anderem an Produktionen des Stadttheaters Fürth beteiligt und arbeitete mit Musikern wie Max Mutzke, Thomas Quasthoff und der Thilo Wolf Big Band zusammen.

Mit Jochen Pankrath geht ein weiterer Kulturpreis an einen Künstler mit enger Verbindung zu Fürth. Im Mittelpunkt seiner Malerei stehen immer wieder Figuren und Landschaften. Zugleich setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Wirklichkeit in der Malerei dargestellt und wahrgenommen wird. Pankrath wurde 1981 in Roding geboren, studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und lebt heute in Fürth.

Auch Pauline Füg wird 2026 mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Die in Fürth lebende Autorin und Lyrikerin verbindet Literatur, Performance und digitale Formate. Sie steht seit vielen Jahren auf Poetry-Slam-Bühnen und engagiert sich zugleich für den künstlerischen Nachwuchs. Zu ihren bisherigen Auszeichnungen zählen der Kulturpreis Bayern 2011, der Kulturförderpreis der Stadt Würzburg 2015 und der Kulturpreis der Stadt Nürnberg 2023.

Der vierte Preis geht an ein Medium, das klassische Nachrichtenformen bewusst auf den Kopf stellt. «Der Postillon» parodiert aktuelle gesellschaftliche und politische Themen im Stil seriöser Nachrichtenmeldungen. Das Satireportal wurde 2008 von Stefan Sichermann gegründet und entwickelte sich seitdem zu einem bundesweit bekannten Onlineangebot. Sein Sitz befindet sich in Fürth.

Neben den vier Kulturpreisen vergibt die Stadt drei Leonhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreise. Die mit jeweils 2.000 Euro dotierten Auszeichnungen zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses aus Mittelfranken erhalten 2026 die Choreografin und Tänzerin Waki Inoh, die Komponistin und Klarinettistin Marit Stella Zimmermann sowie die bildende Künstlerin Michelle Berndt.

Über die Vergabe der kulturellen Preise entscheidet der Fürther Stadtrat auf Empfehlung eines vom Kulturausschuss berufenen Kuratoriums. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 15. November 2026, um 18 Uhr im Kulturforum Fürth statt. Der Eintritt zur Gala ist frei.

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