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Neustart für die Stadthalle: Fürth plant umfassende Sanierung – mehrere Jahre geschlossen

11. Februar 2025
Die Stadthalle Fürth, ein zentraler Veranstaltungsort seit 1982, steht vor einer umfassenden Generalsanierung aufgrund ihres maroden Zustands.Die Stadthalle Fürth, ein zentraler Veranstaltungsort seit 1982, steht vor einer umfassenden Generalsanierung aufgrund ihres maroden Zustands.

Die Stadthalle Fürth, seit ihrer Eröffnung im Jahr 1982 ein zentraler Ort für Kultur, Tourismus und Wirtschaft, steht vor einer umfassenden Generalsanierung. Das Gebäude soll aufgrund seines teilweise maroden Zustands spätestens zur Sommerpause 2026 geschlossen werden, wie es ein Vorschlag der Verwaltung vorsieht.

In den letzten Jahren verzeichnete die Stadthalle einen deutlichen Anstieg der Veranstaltungs- und Besucherzahlen. Im Jahr 2023 fanden 254 Veranstaltungen mit insgesamt 92.580 Gästen statt. 2024 waren es 301 Veranstaltungen und bis Oktober 2024 wurden 125.825 Besucher gezählt. Diese Zahlen unterstreichen nach Angaben der Stadt die Bedeutung der Stadthalle als wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Laut dem Amt für Tourismus generierten die Gäste der Stadthalle im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 5,6 Millionen Euro für Fürth.

Trotz dieser positiven Entwicklung ist der bauliche Zustand der Stadthalle besorgniserregend. Die technischen Anlagen sind veraltet, und es häufen sich Schäden wie der Ausfall der Sprinkleranlage oder der Brand eines Dimmerschranks. Zudem entsprechen viele Bauteile nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards, was ein erhöhtes Risiko für Besucher und Mitarbeiter darstelle.

Die geplante Generalsanierung umfasst eine grundlegende Erneuerung der baulichen Substanz sowie der technischen und sicherheitstechnischen Anlagen. Ziel ist es, die Stadthalle zukunftsfähig zu machen und ihre Rolle als zentraler Veranstaltungsort in Fürth zu sichern. Derzeit wird ein geeignetes Vergabeverfahren vorbereitet, um einen externen Dienstleister für die Projektvorbereitung und die Erstellung eines Sanierungskonzepts zu finden.

Während der Sanierungsphase wird geprüft, ob ein Teilbetrieb der Stadthalle oder die Nutzung alternativer Veranstaltungsorte möglich ist, um den Veranstaltungsbetrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Die Verwaltung betont die Notwendigkeit einer verlässlichen Zeitplanung, um Veranstalter frühzeitig informieren und den Kundenstamm erhalten zu können.

Zurzeit seien noch keine Aussagen zu den Kosten einer Generalsanierung möglich, heißt es aus dem Rathaus. Sicher ist dagegen, dass die Sanierung mindestens zwei Jahre dauern wird. Läuft alles nach Plan, könnte die Halle 2029 wieder eröffnet werden.

Von der Stadtratsfraktion der Grünen gibt es Kritik: Ab 2026, dem Jahr der Schließung, werde es Einbußen geben, da zusätzlich zur eigentlichen Sanierungsphase auch während dieser Zeit keinerlei Einnahmen durch Veranstaltungen generiert werden könnten. Das hätte nicht sein müssen, ist GRÜNEN-Stadträtin Anna Botzenhardt überzeugt: „Dass das nicht mehr lange gut gehen kann, war seit Jahren absehbar. Und wir haben seit Jahren darauf hingewiesen. Hätte man die Augen für die Realität geöffnet und früher mit den Planungen für die Generalsanierung begonnen, hätte man einen vernünftigen Zeitplan aufstellen können, der wesentlich kürzere Schließzeiten ermöglicht und somit die Kosten auf einem niedrigeren Niveau gehalten hätte.“