Wenige Wochen vor der Kommunalwahl am 8. März 2026 bringt sich der Fürther Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen mit einer Reihe von Veranstaltungen in Stellung. Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht, setzt die Partei dabei auf eine Mischung aus Dialogangeboten und praktischen Experimenten im städtischen Raum. Neben politischen Führungen durch das Stadtgebiet soll vor allem ein Verkehrsprojekt die Aufmerksamkeit der Wähler auf sich ziehen: der Testlauf eines sogenannten Ringbusses.
Die Idee einer Buslinie, die Stadtteile direkt miteinander verbindet, ohne den Umweg über das Zentrum zu nehmen, wird in der Verkehrsplanung schon länger diskutiert. Die Grünen wollen dieses Konzept nun greifbar machen. Am Samstag, den 28. Februar 2026, wird daher zwischen 8:00 und 14:00 Uhr ein kostenfreier Bus auf einer entsprechenden Route verkehren. Startpunkt für die Rundfahrten ist der Hauptbahnhof. Nach Angaben der Partei soll die Aktion demonstrieren, wie der öffentliche Nahverkehr durch Querverbindungen effizienter und für die Nutzer attraktiver gestaltet werden kann.
Flankiert wird das verkehrspolitische Vorhaben von vier thematischen Stadtspaziergängen. Den Auftakt bildet am 14. Februar eine Tour zur Frauenpolitik, die am Paradiesbrunnen startet und die Rolle von Frauen in der Stadtgeschichte sowie aktuelle Gleichstellungsthemen beleuchtet. Eine Woche später, am 21. Februar, laden die Grünen am Rathaus dazu ein, über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und die Stärkung der lokalen Demokratie zu diskutieren.
Auch der Klimaschutz spielt eine zentrale Rolle im Programm. Am 22. Februar führt ein Rundgang vom Hauptbahnhof aus zu Orten nachhaltiger Stadtentwicklung. Den Abschluss bildet am 1. März eine Exkursion in die Willy-Brandt-Anlage, bei der die Bedeutung von städtischen Grünflächen für die Hitzeregulierung im Fokus steht.
Die Kreisvorsitzende und Kandidatin Annette von Heißen erklärte, der Wahlkampf sei nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen konzipiert. Man wolle zeigen, «wie Fürth grüner, gerechter und lebenswerter werden kann». Ihr Co-Vorsitzender Johannes Newald betonte ebenfalls den praxisorientierten Ansatz der Kampagne.
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