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Schockanrufe erkennen: Informationsveranstaltung stößt auf große Resonanz

13. Februar 2026 ,
Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von HypoVereinsbank und Polizei in Fürth informierten Experten über aktuelle Telefonbetrugsmaschen und gaben Präventionstipps. (Foto: Symbolbild)Bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von HypoVereinsbank und Polizei in Fürth informierten Experten über aktuelle Telefonbetrugsmaschen und gaben Präventionstipps. (Foto: Symbolbild)

Die Methoden der Betrüger werden immer ausgefeilter, und die psychologische Druckkulisse, die am Telefon aufgebaut wird, trifft oft unvorbereitete Menschen. Vor diesem Hintergrund haben die HypoVereinsbank-Filiale Fürth und die Polizei Fürth eine gemeinsame Informationsveranstaltung durchgeführt. Ziel des Termins war es, Bürger über die aktuellen Vorgehensweisen krimineller Anrufer aufzuklären und präventive Verhaltenstipps zu vermitteln.

Wie aus einer Mitteilung der Bank hervorgeht, stehen dabei oft ältere Menschen im Fokus der Täter. Die Anrufer geben sich dabei als Amtsträger aus, etwa als Polizeibeamte oder Staatsanwälte, oder täuschen vor, nahe Verwandte zu sein. Mit konstruierten Szenarien wie schweren Unfällen, drohenden Haftbefehlen oder angeblichen Ermittlungen gegen Einbrecherbanden wird versucht, die Opfer massiv unter Druck zu setzen. Das Ziel ist in fast allen Fällen identisch: Die Angerufenen sollen dazu gebracht werden, Bargeld oder Ersparnisse an die Betrüger zu übergeben.

Manuela Wolff, die Filialleiterin der HypoVereinsbank in Fürth, unterstrich die Bedeutung der Prävention. «Aufklärung ist das wichtigste Mittel, um solche Taten zu verhindern», sagte Wolff. Man wolle die Kunden darin bestärken, Betrugsversuche rechtzeitig zu identifizieren und in der Stresssituation eines solchen Anrufs besonnen zu reagieren.

Die Beamten der Polizei Fürth erläuterten im Rahmen der Veranstaltung detailliert die verschiedenen Betrugsmaschen. Neben den bekannten Schockanrufen und dem Auftreten falscher Polizeibeamter thematisierten die Experten auch den sogenannten Enkeltrick sowie das Love-Scamming, bei dem den Opfern eine Liebesbeziehung vorgetäuscht wird. Auch modernere Varianten wie Betrug über Messenger-Dienste oder das Phishing per Telefon, auch Vishing genannt, standen auf der Agenda. Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, mit welcher Professionalität die Täter heutzutage agieren.

Ein zentraler Hinweis der Polizei lautete, dass echte Beamte niemals am Telefon Forderungen nach Geld oder Wertsachen stellen würden. Wer sich bedrängt fühle oder Zweifel an der Identität des Anrufers habe, solle das Gespräch sofort beenden und den Notruf 110 wählen.

Die Veranstaltung stieß laut Angaben der Veranstalter auf großes Interesse. Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Experten. Die HypoVereinsbank kündigte an, künftig weitere Informationsangebote zu den Themen Sicherheit und Prävention anzubieten.