Der Oberbürgermeisterkandidat der Fürther Grünen, Kamran Salimi, hat bei der OB-Wahl in Fürth sechs Prozent der Stimmen erhalten. Salimi äußert sich zufrieden mit dem Wahlausgang. Er habe im Vorfeld bewusst auf einen stark auf seine Person zugeschnittenen Wahlkampf verzichtet. Stattdessen seien die inhaltlichen Ziele der Partei in den Vordergrund gerückt worden. «Mit dem Wissen, dass auch vor der Wahl schon klar war, dass OB Jung wieder die Unterstützung einer großen Mehrheit bekommen wird, freue ich mich sehr darüber, dass mir trotzdem über 3000 Menschen ihre Stimme gegeben haben und bin dafür sehr dankbar», lässt sich Salimi zitieren. Der amtierende Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung konnte die Wahl bereits im ersten Wahlgang mit 72,1 Prozent für sich entscheiden.
Neben dem persönlichen Abschneiden ihres Kandidaten blickt die Partei Bündnis 90/Die Grünen auf ein solides Gesamtergebnis. Mit einem Stimmenanteil von 14,4 Prozent verzeichnen die Grünen zwar Einbußen im Vergleich zur vorherigen Wahl, sichern sich jedoch das zweitbeste Resultat ihrer Parteigeschichte in der Kleeblattstadt. Künftig wird die Fraktion mit sieben statt der bisherigen zehn Vertretern im Stadtrat präsent sein. Der Anteil an Frauen in der neuen Fraktion ist dabei gestiegen. Vier der sieben Sitze werden künftig von weiblichen Mitgliedern belegt.
Die Vorsitzende des Kreisverbandes, Annette von Heissen, verweist zur Einordnung auf die veränderten politischen Rahmenbedingungen. Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2020 seien Themen wie Klimaschutz und Umweltbewusstsein in der öffentlichen Wahrnehmung weitaus präsenter gewesen. Aktuell seien diese Themen stark in den Hintergrund getreten. Von Heissen bewertet das erreichte Ergebnis in diesem Umfeld daher als großen Erfolg.
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