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Rückkehr der ambulanten Rehabilitation: Neues Gesundheitszentrum schließt Versorgungslücke in Fürth

25. März 2026 ,
Helle Räume und viel Platz: Das neue Gesundheitszentrum in der Dr. Mack Straße bietet auf über 2000 Quadratmetern umfassende Möglichkeiten für die ambulante orthopädische Rehabilitation. Fotos: Roland BeckHelle Räume und viel Platz: Das neue Gesundheitszentrum in der Dr. Mack Straße bietet auf über 2000 Quadratmetern umfassende Möglichkeiten für die ambulante orthopädische Rehabilitation. Fotos: Roland Beck

Nach längerer Zeit ohne ambulante orthopädische Rehabilitation im Stadtgebiet schließt die medi-Gesundheitsgruppe diese Versorgungslücke in Fürth. Mit der Eröffnung des neuen Zentrums in der Dr. Mack Straße gibt es nun wieder ein wohnortnahes Angebot für Patienten nach Operationen oder bei Erkrankungen des Stützapparates. Die Einrichtung ist die derzeit einzige ihrer Art in der Stadt, nachdem die letzte ambulante Reha an der Pyramide Ende 2024 geschlossen wurde.

Das neue Gesundheitszentrum erstreckt sich über zwei Etagen und bietet mehr als 2000 Quadratmeter Fläche. Im barrierefreien Erdgeschoss, das allein 1800 Quadratmeter umfasst, befinden sich die Behandlungsräume, großzügige Gymnastiksäle sowie ein Bereich für die medizinische Trainingstherapie. Das interdisziplinäre Konzept vereint dabei die Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und ärztliche Betreuung unter einem Dach, wie Cheftherapeut Peter Fuchs im Gespräch mit “Fürth Aktuell” verdeutlicht.

Beim Umbau des ehemaligen Bürogebäudes innerhalb von sieben Monaten wurde besonderer Wert auf eine helle und freundliche Atmosphäre gelegt. Die Räumlichkeiten zeichnen sich durch viel Tageslicht, hohe Decken und doppelt breite Flure aus, die ein problemloses Aneinandervorbeikommen mit Rollstühlen oder Gehhilfen auf den bis zu 80 Meter langen Gängen ermöglichen. «Wir wollten den Patienten ein möglichst nicht Krankenhaus oder Praxisfeeling geben, sondern eher ein Wohlfühlfeeling», erklärt Geschäftsführer Sebastian Haag den architektonischen Ansatz.

Video: Wir haben das Gesundheitszentrum besucht

Gestartet wurde mit 35 Mitarbeitern, wobei ein mittelfristiger Ausbau auf bis zu 60 Beschäftigte geplant ist. Zunächst stehen 40 Reha-Plätze zur Verfügung. Zu den Besonderheiten der Einrichtung gehört auch ein spezieller Ruheraum, in dem die Patienten zwischen ihren Anwendungen ungestört entspannen können.

Doch das Gesundheitszentrum in der Uferstadt fokussiert sich nicht ausschließlich auf die Rehabilitation. Das Angebot umfasst ebenso eine reguläre Heilmittelpraxis, in der Patienten Verordnungen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie in Anspruch nehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention und der medizinischen Trainingstherapie. Unter der ständigen Anleitung von studierten Sportwissenschaftlern haben Interessierte die Möglichkeit, an modernen Geräten zu trainieren. Die Nutzung ist für Selbstzahler über Monatsabonnements oder Zehnerkarten flexibel gestaltet.

Zudem ist das Zentrum in der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv. Die Experten gehen dafür direkt in die Betriebe, um Arbeitsplatzbegehungen durchzuführen oder Gesundheitstage zu begleiten. Alternativ können Unternehmen die Räumlichkeiten in Fürth nutzen. 

Die ambulante Rehabilitation ermöglicht es den Patienten, tagsüber intensiv behandelt zu werden und die Abende sowie Wochenenden im gewohnten häuslichen Umfeld zu verbringen. Die unmittelbare Nähe zu den Pegnitzauen bietet zudem die Möglichkeit, Therapieeinheiten direkt im Freien durchzuführen oder Spaziergänge in den Pausen zu unternehmen.

Ein weiterer Fokus des Unternehmens liegt nach den Worten von Philipp Rathsmann, Kaufmännischer Leiter und Prokurist, auf den Arbeitsbedingungen des Personals. Im vierten Obergeschoss wurden auf 400 Quadratmetern separate Sozialräume eingerichtet, die strikt vom Patientenbetrieb im Erdgeschoss getrennt sind. Diese Bereiche bieten den Mitarbeitern Rückzugsmöglichkeiten, um in den Pausen vollständig abzuschalten. «Ein Mitarbeiter, der mit Freude zur Arbeit kommt, macht eine andere Qualität Arbeit», betont Haag. Dies wirke sich direkt positiv auf die Behandlung der Patienten aus.