Sie stehen an Straßen, wachsen auf Wiesen und bilden ganze Waldstücke: Bäume gehören selbstverständlich zum Bild von Oberasbach. Welche Arbeit hinter ihrem Erhalt steckt und welche Bedeutung sie für das Leben in der Stadt haben, soll am 7. Oktober bei einer Fahrradtour deutlich werden. Gemeinsam mit Revierförsterin Miriam Reingruber lädt das Tiefbauamt zu einer Fahrt zu Stadtbäumen, zum Stadtwald und zu Streuobstwiesen ein.
Die etwa eineinhalb- bis zweistündige Runde beginnt am Rathaus und führt zunächst auch durch Teile des Stadtwaldes. Dort geht es um eine Frage, die zunächst einfach klingt: Was braucht es eigentlich, damit aus einer freien Fläche neuer Wald entsteht? Reingruber und Mitarbeiter der Stadt wollen erklären, wie Aufforstung funktioniert, welche Ansprüche an Waldflächen innerhalb eines Stadtgebietes gestellt werden und welchen Beitrag zusätzliche Waldflächen zur langfristigen Entwicklung Oberasbachs leisten können.
Dass Bäume in einer Stadt mehr leisten als ein grünes Straßenbild, zeigt sich besonders an heißen Sommertagen. Große Kronen schaffen Schatten, Pflanzen geben Wasser an ihre Umgebung ab und können dadurch zur Abkühlung beitragen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt zählt großkronige Bäume deshalb zu den wichtigen Elementen einer klimaangepassten Stadtgestaltung.
Der Platz für solche Bäume ist allerdings begrenzt. Straßen, Leitungen, Gebäude und versiegelte Flächen konkurrieren mit dem Raum, den Wurzeln benötigen. Hinzu kommen zunehmend heiße und trockene Perioden. Auf der Fahrradtour soll deshalb nicht nur über neue Pflanzungen gesprochen werden. Auch Pflege und langfristiger Erhalt bestehender Stadtbäume spielen eine Rolle.
Von den Bäumen entlang von Straßen und Plätzen führt die Tour schließlich zu einem Lebensraum, der in der Kulturlandschaft Frankens seit Generationen vertraut ist: der Streuobstwiese. Alte Obstbäume und extensiv genutzte Wiesen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung und Rückzugsräume. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium spricht von rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten, die in Streuobstbeständen vorkommen können. Damit gehören sie zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.
Auch deshalb versucht Bayern, die noch vorhandenen Bestände zu sichern. Mit dem Bayerischen Streuobstpakt wurde das Ziel vereinbart, bis 2035 zusätzlich eine Million Streuobstbäume zu pflanzen und bestehende Bestände zu erhalten.
Wer an der Oberasbacher Tour teilnimmt, sollte allerdings nicht mit einer reinen Fahrt über asphaltierte Radwege rechnen. Die Route führt auch über Schotter- und Wiesenwege. Ein verkehrssicheres Fahrrad und ausreichend sicheres Fahrvermögen werden daher vorausgesetzt. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind ebenfalls sinnvoll.
Treffpunkt ist am Mittwoch, 7. Oktober, um 16.30 Uhr am Rathaus Oberasbach. Für die Tour sind etwa eineinhalb bis zwei Stunden vorgesehen. Anmeldungen nimmt Sina Mixdorf bis einschließlich 5. Oktober per E-Mail an mixdorf@oberasbach.de oder unter Telefon (0911) 9691-1514 entgegen. Nach Angaben der Stadt kann auch spontan teilgenommen werden. Bei schlechtem Wetter behält sich die Stadt eine Absage vor.

