Wer im April rund um die St. Wolfgangsquelle oder am Südhang zur Bahnlinie in Puschendorf unterwegs war, dürfte den Anblick bereits kennen: Größere Holzerntearbeiten haben das gewohnte Bild des Gemeindewaldes spürbar verändert. Weil diese Eingriffe verständlicherweise Fragen aufwerfen, sucht die Forstverwaltung nun den direkten Dialog mit den Bürgern. Für den 12. Juni 2026 lädt Revierleiter Axel Serwotka zu einer gemeinsamen Waldexkursion ein, um die Hintergründe der Maßnahmen direkt vor Ort zu erklären.
Bei dem Termin will die Forstbehörde aufzeigen, warum der Holzeinschlag kein Selbstzweck war, sondern einen notwendigen Schritt darstellt, um den Gemeindewald langfristig widerstandsfähig und zukunftsfähig aufzustellen. Der geplante Waldumbau hin zu mehr Resilienz erfordert gezielte Eingriffe, die den verbleibenden Bäumen mehr Raum geben und Platz für neue, klimatolerante Baumarten schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Nachmittags wird die wirtschaftliche Seite der Forstwirtschaft sein. Serwotka und sein Team möchten transparent darlegen, wie die Entwicklung des Kommunalwaldes in den nächsten Jahren aussehen soll. Dabei wird auch thematisiert, dass die Erlöse aus dem Holzverkauf nicht einfach verschwinden: Sie fließen direkt wieder zurück in die Pflege des Waldes und kommen damit der Gemeinde Puschendorf zugute.
Die Exkursion startet um 15 Uhr am Waldeingang bei den Tennisplätzen. Die Veranstalter betonen, dass der Austausch bei fast jedem Wetter stattfindet – nur bei Sturm oder Gewitter fällt der Termin aus. Da der Weg durch teils steiles Gelände führt und vor Ort noch Holzreste von den Arbeiten liegen, sollten die Teilnehmer unbedingt an festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung denken.
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