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Zu Hause alt werden: Landkreis Fürth zeigt Wege zur passenden Hilfe

22. Mai 2026 ,
Beim Aktionsstand im FORUM Stein informierten Vertreter des Landkreises Fürth über Pflegeberatung, Wohnraumanpassung und Hilfsangebote für ältere Menschen. (Foto: Roland Beck)Beim Aktionsstand im FORUM Stein informierten Vertreter des Landkreises Fürth über Pflegeberatung, Wohnraumanpassung und Hilfsangebote für ältere Menschen. (Foto: Roland Beck)

Möglichst lange in der vertrauten Wohnung bleiben, den Alltag selbstbestimmt gestalten und rechtzeitig wissen, wo Hilfe erreichbar ist: Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Aktionsstands des Landkreises Fürth im FORUM Stein. Anlass war die bayernweite Aktionswoche «Zu Hause daheim», mit der das Bayerische Sozialministerium für das Thema Wohnen im Alter sensibilisieren will.

Der Landkreis Fürth beteiligte sich in Stein mit Informationen rund um Pflegeberatung, Wohnraumanpassung, Unterstützung im Alltag und Hilfsangebote für ältere Menschen. Am Stand standen unter anderem Yvonne Götz, Koordinatorin des neuen Pflegestützpunkts im Landkreis Fürth, Christian Siegling, Behindertenbeauftragte des Landkreises Fürth, sowie Barbara Todt von der Fachstelle für pflegende Angehörige als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Ziel war es, praktische Hinweise zu geben, damit ältere Menschen möglichst lange sicher und selbstständig zu Hause leben können.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der neue Pflegestützpunkt im Landkreis Fürth. Er war im Januar 2026 eröffnet worden und soll eine ganzheitliche Pflegeberatung ermöglichen. Nach Angaben des Landkreises richtet sich das Angebot an Menschen mit Pflegebedarf sowie an deren Angehörige. Auch die Fachstellen für pflegende Angehörige beraten unter anderem zu Leistungen, Pflegeangeboten und Entlastungsmöglichkeiten.

Landrat Bernd Obst informierte sich vor Ort über das Angebot und betonte die Bedeutung einer Beratung, die leicht erreichbar ist. «Viele Menschen wünschen sich, im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Damit das gelingt, braucht es gute Informationen, verlässliche Ansprechpartner und Angebote, die im Alltag wirklich helfen», sagte Obst. Die Aktionswoche zeige zudem, dass Wohnen im Alter nicht erst dann ein Thema werde, wenn bereits ein Pflegefall eingetreten sei.

Auch Steins Erster Bürgermeister Bertram Höfer besuchte den Aktionsstand. Er hob hervor, dass Informationen dort angeboten werden sollten, wo Menschen ohnehin unterwegs seien. «Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, dass Beratung dorthin kommt, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Das FORUM Stein ist dafür ein guter Ort, weil hier viele Bürger zusammenkommen und unkompliziert Fragen stellen können», sagte Höfer.

Der Aktionsstand machte deutlich, dass selbstbestimmtes Wohnen im Alter viele Bereiche berührt. Dazu zählen bauliche Anpassungen in der Wohnung ebenso wie Pflegeberatung, Unterstützung für Angehörige und Informationen über vorhandene Hilfen im Landkreis.