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Stein: Jugendliche wünschen sich McDonald’s, Basketballkörbe und bessere Busse

21. Oktober 2026, 21:21 Uhr ,
Jugendliche aus Stein diskutierten bei der Jungbürgerversammlung im Rathaus ihre Wünsche mit Bürgermeister Bertram Höfer. (Foto: Stadt Stein)Jugendliche aus Stein diskutierten bei der Jungbürgerversammlung im Rathaus ihre Wünsche mit Bürgermeister Bertram Höfer. (Foto: Stadt Stein)

Manche Wünsche lassen sich vielleicht schon mit einem Billardtisch erfüllen. Andere dürften erheblich schwieriger werden. Wenn es nach den Jugendlichen in Stein geht, sollen die Busse künftig häufiger fahren, der Stadtpark zusätzliche Basketballkörbe bekommen und das Freizeitangebot insgesamt größer werden. Rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren haben bei der zehnten Jungbürgerversammlung der Stadt mit Bürgermeister Bertram Höfer darüber gesprochen, was ihnen vor Ort fehlt.

Besonders deutlich wurde die Unzufriedenheit beim Busverkehr. Zu wenige Verbindungen, überfüllte Fahrzeuge und Abfahrtszeiten, die nicht zum Alltag der Jugendlichen passen, gehörten zu den Kritikpunkten. Das Problem beschäftigt die junge Generation in Stein schon länger. Bereits bei der Jungbürgerversammlung im Dezember 2025 hatten Teilnehmer auf überfüllte Buslinien hingewiesen. Viel unmittelbar ändern kann der Bürgermeister daran allerdings nicht. Für die Organisation des Busverkehrs ist der Landkreis Fürth zuständig.

Bei anderen Wünschen könnte die Stadt selbst stärker aktiv werden. So hätten die Jugendlichen gerne zwei Basketballkörbe im Stadtpark und eine zusätzliche Sporthalle. Für die Mittelschule brachten sie einen Billardtisch ins Gespräch. Auch ein weiterer Treffpunkt neben dem Jugendhaus fehlt ihnen.

Höfer sagte, er wolle die Vorschläge mit den Schulen und dem Stadtrat besprechen. Gerade beim Billardtisch könnte möglicherweise eine schnellere Lösung gefunden werden. Ob die Anschaffung tatsächlich zustande kommt, steht allerdings noch nicht fest.

Neben Sportplätzen und Treffpunkten ging es auch um Geschäfte und Gastronomie. Ein attraktives Bekleidungsgeschäft im Forum Stein und ein Fast-Food-Restaurant würden nach Vorstellung der Jugendlichen die Stadt aufwerten.

Vor allem McDonald’s ist dabei ein Dauerbrenner. Schon in früheren Jahren hatten junge Steiner eine Filiale der Restaurantkette gefordert. Im Dezember 2025 berichtete der damalige Bürgermeister Kurt Krömer von Gesprächen mit dem Unternehmen. Damals wurde auch das geplante Stadtquartier am Weihersberg als möglicher Standort genannt.

Höfer verwies darauf, dass die Stadt über die Zusammensetzung der Geschäfte im Forum nicht bestimmen könne. Auch bei einem Fast-Food-Restaurant seien praktische Hindernisse zu berücksichtigen. Insbesondere ein Drive-in, wie er bei McDonald’s häufig vorgesehen ist, benötigt geeignete Flächen. Diese sind in Stein gegenwärtig nicht ohne Weiteres verfügbar.

Dass ihre Wünsche direkt beim Bürgermeister ankommen, gehört zum Grundgedanken der Jungbürgerversammlung. Diesmal veränderte die Stadt dafür den Ablauf. Statt sich wie bisher hauptsächlich im Jugendhaus zu treffen, kamen die Teilnehmer im Rathaus und auf dem Rathausvorplatz zusammen.

Nach der Begrüßung durch Höfer, Jugendreferent Uli Bauer sowie Claudia Elß und Frank Reißmann vom Kreisjugendring Fürth arbeiteten die Jugendlichen in zwei Altersgruppen an ihren Vorschlägen. Anschließend präsentierten sie ihre Ergebnisse und konnten unmittelbar mit dem Bürgermeister darüber diskutieren. Auch die Stadträte Inka Schönfelder und Niklas Trommer waren dabei.

Eine Führung durch das Rathaus ergänzte das Programm. Höfer zeigte den jungen Besuchern unter anderem sein Büro und den Trausaal. So lernten sie auch die Räume kennen, in denen kommunale Entscheidungen vorbereitet und Verwaltungsaufgaben erledigt werden.

Nach fast drei Stunden endete die Versammlung mit zahlreichen Anregungen, aber noch ohne konkrete Beschlüsse zu den vorgebrachten Wünschen. Höfer kündigte an, die Anliegen weiterzuverfolgen, und ermutigte die Jugendlichen, sich weiterhin einzumischen.

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