Flügel anlegen, Schnabel voraus und auf die Strömung hoffen: Im Tuchenbach in Veitsbronn sind am Tag der Deutschen Einheit wieder Gummienten gegeneinander angetreten. Der CSU-Ortsverband hatte am 3. Oktober zum traditionellen Entenrennen eingeladen. Drei Durchgänge sorgten zwischen Bäckergässchen und der Brücke bei der Feuerwehr für Spannung am Bachufer.
Äußerlich glichen sie sich weitgehend, doch bei der Auswahl wurde offenbar nichts dem Zufall überlassen. Schon vor dem Rennen prüften Teilnehmer die Verarbeitung und Oberfläche der Quietscheenten. Auch die Startnummer spielte für manchen eine Rolle. «Letztes Jahr hat mir die ka Glück gebracht», hieß es mit Blick auf die Erfahrungen aus dem Vorjahr.
Nach dem Start übernahm der Tuchenbach den größten Teil der Arbeit. Allerdings entwickelten sich die Rennen nicht immer so, wie es sich die Besitzer der vermeintlichen Favoriten erhofft hatten. Einige Enten setzten sich zunächst vom Feld ab, blieben später aber unvermittelt liegen. Helfer achteten darauf, dass keine Gummiente verloren ging, festhing oder von außen beeinflusst wurde. Wenn nötig, wurde mit einem Stab vorsichtig nachgeholfen.
Am Bachufer wurde derweil über mögliche Ursachen für plötzliche Tempoprobleme gerätselt. «Verschnaufen’s edz?», lautete eine der Fragen an die schwimmenden Rennteilnehmer. Andere Enten schaukelten gemächlich ihrem Ziel entgegen. Dort wurden die Nummern erfasst und zugeordnet.
Bei jedem Durchgang wurden die ersten zehn Enten prämiert. Zu gewinnen gab es unter anderem Malstifte, Sonnenbrillen, eine Sporttasche und Gutscheine eines örtlichen Elektrogeschäfts. Doch auch der langsamste Teilnehmer durfte auf einen Preis hoffen: Für die «Bummelliese», die als letzte Ente das Ziel erreichte, gab es einen Ring Gelbwurst. Überreicht wurde der ungewöhnliche Trostpreis von Bürgermeister Marco Kistner.
Für Zuschauer und Teilnehmer gab es zudem ein Rahmenprogramm mit Grillstation sowie Kaffee und Kuchen. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn schon bald wurde über das Mikrofon zum nächsten Durchgang gerufen.
Nach drei Rennen begann schließlich die Ursachenforschung. Mal war angeblich das Wasser zu nass, mal hatte es gebremst, mal stimmte die Strömung nicht. Fazit: Ente gut, alles gut.

