Wie soll Fürth künftig aussehen? Am Freitag, 24. Juli, wird diese Frage nicht in einem Sitzungssaal verhandelt, sondern an acht Orten mitten in der Innenstadt. Beim Festtag «Fürth im Übermorgen» stellen Vereine, Initiativen und städtische Einrichtungen ihre Ideen für eine lebenswerte, soziale und nachhaltige Stadt vor. Von 14 bis 18 Uhr sind Gespräche, Spiele, künstlerische Aktionen und weitere Angebote zum Mitmachen geplant. Der Eintritt ist frei.
Der Tag steht unter dem Motto «Zukunft der Stadt: Wir bauen dran». Bereits um 8.30 Uhr beginnt auf dem Marktplatz ein Programm für Schulklassen. Dieses ist nach Angaben der Stadt ausgebucht. Für die jüngere Altersgruppe endet es um 11.45 Uhr, für die ältere um 12.15 Uhr. Am Nachmittag öffnet sich die Veranstaltung für alle Interessierten.
Die Veranstalter bezeichnen die acht Standorte als «Zukunftsbaustellen». Sie verteilen sich auf die Max-Grundig-Anlage, den Löwenplatz, die Neue Mitte, die Schwabacher Straße vor Søstrene Grene, die Ludwig-Erhard-Straße, den Waagplatz, den Marktplatz und das Stadttheater. An den Stationen geht es unter anderem um bezahlbares Wohnen, barrierefreie Mobilität, Demokratie, Inklusion, Lebensmittelverschwendung, Stadtgrün und die Kultur der Zukunft.
In der Max-Grundig-Anlage stehen Fragen zur Stadtteilarbeit, zum öffentlichen Raum und zu einem barrierefreien Hauptbahnhof im Mittelpunkt. Der Fürther Jugendrat sammelt dort auf einer interaktiven Karte Hinweise auf Stellen, an denen aus seiner Sicht Verbesserungen notwendig sind. Das Mietshäusersyndikat informiert über gemeinschaftlich organisierten und dauerhaft bezahlbaren Wohnraum.
Am Löwenplatz sind unter anderem eine Silent Disco, ein Kleidertausch und Upcycling-Angebote angekündigt. In der Schwabacher Straße sollen bemalte Steine zu einem Friedenszeichen zusammengesetzt werden. Weitere Beiträge beschäftigen sich dort mit Inklusion, der beruflichen Zukunft junger Menschen und der Geschichte der Frauen in der Hirschenstraße.
In der Ludwig-Erhard-Straße ist ein Jugend-Demokratiemobil zu finden. Der Jugendtreff OASE verbindet beim Mini-Escape-Game «Müllmageddon» Rätsel mit Fragen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Am Waagplatz stellt sich die Umweltstation Fürth vor. Foodsharing informiert über Lebensmittelverschwendung, während die Plattform Helpsta Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung thematisiert.
Besonders umfangreich ist das Angebot am Grünen Markt. Dort können Stadtbilder entworfen, Ideen für Grünflächen entwickelt und Möglichkeiten zur Vermeidung von Müll kennengelernt werden. Auch das Freiwilligen-Zentrum, Families for Future, Lebensmittelretter und der Leihladen LeihLa beteiligen sich. Von 16 bis 18 Uhr findet im Zukunftssalon am Marktplatz 4 zudem ein Repair Café statt.
Das Stadttheater lädt von 15 bis 18 Uhr dazu ein, über Teilhabe und Inklusion im Theater der Zukunft nachzudenken. Geplant sind kleine Spielszenen, Tanzsequenzen und offene Aktionen. Ein zusätzliches Programm von BUND Naturschutz und Müll und Umwelt findet in der Mohrenstraße 2 statt.
An allen acht offiziellen Stationen liegen Pläne mit Stempelkarten aus. Wer sämtliche Orte besucht, kann die ausgefüllte Karte im Zukunftssalon gegen ein kleines nachhaltiges Geschenk eintauschen. Ein Infomobil in der Neuen Mitte dient als zentrale Anlaufstelle. Kostenlose Toiletten und Wickelmöglichkeiten stehen im Zukunftssalon bereit. Weitere Wickelmöglichkeiten gibt es im Einkaufszentrum Flair.
Der Festtag endet von 19 bis 21 Uhr auf dem Marktplatz. Dort spielt das Sunday Morning Orchestra. Außerdem werden die Preise des diesjährigen Stadtradelns vergeben. Der Fürther Erzähler und Theatermacher Martin Ellrodt fasst die Eindrücke des Tages künstlerisch zusammen.

