Ein Herz, das plötzlich aus dem Takt gerät, kann ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen. Besonders tückisch ist das sogenannte Vorhofflimmern, denn die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung verursacht nicht immer spürbare Beschwerden. Welche Folgen die Erkrankung haben kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, steht am Dienstag, 10. November 2026, bei einer Informationsveranstaltung im Landratsamt Fürth in Zirndorf im Mittelpunkt.
In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Herzstiftung mehr als 1,6 Millionen Menschen von Vorhofflimmern betroffen. Die Erkrankung kann sich durch Herzrasen, einen unregelmäßigen Puls, Atemnot oder Schwindel bemerkbar machen. Manche Betroffene verspüren jedoch keinerlei Symptome. Gefährlich wird die Rhythmusstörung unter anderem, weil sich im Herzen Blutgerinnsel bilden können, die einen Schlaganfall auslösen.
Im Rahmen der bundesweiten Herzwochen veranstalten der Landkreis Fürth und die Deutsche Herzstiftung deshalb einen Informationsabend unter dem Titel «Die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung erkennen und handeln». Beginn ist um 18 Uhr im Foyer des Landratsamtes, Im Pinderpark 2.
Prof. Dr. Harald Rittger, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum Fürth, und Oberärztin Dott. (Univ. Rom) Laura Vitali-Serdoz erläutern, welche Rolle der persönliche Lebensstil und Medikamente bei Vorhofflimmern spielen. Außerdem stellen sie die sogenannte Katheterablation vor. Bei diesem Eingriff werden bestimmte Bereiche des Herzgewebes gezielt behandelt, um elektrische Störsignale zu unterbinden, die das Vorhofflimmern auslösen können.
An der Veranstaltung nehmen auch Landrat Bernd Obst, Dieter Schneider von der Deutschen Herzstiftung sowie Martina Eckmüller von der GesundheitsregionPlus Landkreis Fürth teil.
Bereits vor Beginn der Vorträge bietet die Apotheke am Markt aus Zirndorf einen zusätzlichen Gesundheitsservice an. Zwischen 17 und 19 Uhr können Blutdruck und Blutzucker kostenlos gemessen werden.
Der Informationsabend findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Er ist Teil der bundesweiten Herzwochen, mit denen die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis 30. November über Vorhofflimmern, dessen Früherkennung und mögliche Therapien aufklärt.

