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Wie aus Schuttflächen Kunst wird: Ludmila Fischer stellt in Fürth aus

10. August 2026, 17:24 Uhr ,
Ludmila Fischer zeigt im kultur.lokal.fürth abstrahierte Landschafts- und Naturbilder, ergänzt durch Informationen zu Ruderalpflanzen. (Foto: Ludmila Fischer)Ludmila Fischer zeigt im kultur.lokal.fürth abstrahierte Landschafts- und Naturbilder, ergänzt durch Informationen zu Ruderalpflanzen. (Foto: Ludmila Fischer)

Schuttflächen, Mauerritzen und scheinbar ungeordnete Natur stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung im kultur.lokal.fürth am Bahnhofplatz 2. Die Fürther Künstlerin Ludmila Fischer zeigt dort vom 21. August bis 1. September unter dem Titel «Ordnung, Chaos und Schutt» abstrahierte Landschaftsgemälde und Naturbilder aus den Jahren 2024 bis 2026.

Fischers Arbeiten bewegen sich nach Angaben des Kulturamts zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Eindrücke aus der Natur bilden den Ausgangspunkt, im Atelier entstehen daraus vielschichtige Farbräume. Dabei folgt die Künstlerin offenbar keinem festgelegten Bildplan, sondern reagiert während des Malens auf Spuren, Zufälle und Veränderungen auf der Leinwand.

Die Ausstellung verbindet die Malerei mit einem naturkundlichen Blick auf Pflanzen, die im Stadtbild oft übersehen werden. Der Bund Naturschutz ergänzt die Schau mit Informationen über Ruderalpflanzen. Gemeint sind Wildpflanzen, die auf gestörten Böden wachsen, etwa auf Schutt, an Wegrändern oder in Mauerritzen, und umgangssprachlich häufig als Unkraut bezeichnet werden.

Zur Vernissage am Freitag, 21. August, ist das kultur.lokal.fürth von 18 bis 21 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 26. August, hält Reinhard Scheuerlein, Vorsitzender des Bund Naturschutz, um 18 Uhr einen Vortrag über Ruderalpflanzen. Für Freitag, 28. August, um 16 Uhr ist eine «Krautschau» im Stadtgebiet angekündigt, bei der nach diesen Pflanzen gesucht und sie bestimmt werden sollen.

Ludmila Fischer ist im tschechischen Adlergebirge aufgewachsen und hat nach Angaben des Kulturamts von 2018 bis 2024 bildende Kunst an der Faber-Castell Akademie in Stein bei Nürnberg studiert. Ihr Atelier befindet sich im Clinc Kunst-Centrum Fürth. Die Ausstellung ist täglich geöffnet, meist von 15 bis 19 Uhr, die Finissage findet am Dienstag, 1. September, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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