Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung übernimmt eine neue Aufgabe auf Bundesebene. Bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags in Stuttgart ist Jung am Donnerstag, 25. Juni 2026, einstimmig in das Präsidium des kommunalen Spitzenverbandes gewählt worden. Er folgt nach Angaben der Stadt Fürth auf den früheren Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter.
Für Jung bedeutet die Wahl eine weitere Rolle in der kommunalen Interessenvertretung. Im Bayerischen Städtetag vertritt er bereits seit 2017 als erster stellvertretender Vorsitzender die Interessen der Städte im Freistaat. Künftig soll er nun auch im Präsidium des Deutschen Städtetags die Positionen der Kommunen gegenüber der Bundespolitik einbringen.
Der Deutsche Städtetag gehört zu den wichtigsten kommunalen Spitzenverbänden in Deutschland. Seine Hauptversammlung ist das oberste Organ des Verbandes. Sie tagt alle zwei Jahre an wechselnden Orten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem kommunalpolitische Grundsatzfragen, Reden aus Bundespolitik und Verband sowie Wahlen zu den Spitzenämtern und Gremien.
Die Wahl in Stuttgart ist für Fürth auch deshalb bemerkenswert, weil die Stadt damit auf Bundesebene in einem zentralen kommunalen Gremium vertreten ist. Dort werden Themen beraten, die viele Städte unmittelbar betreffen. Dazu zählen unter anderem die Finanzausstattung der Kommunen, Investitionen in Infrastruktur, Fragen der Stadtentwicklung, Klimaschutz, Bildung, Integration, Digitalisierung und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen.
Thomas Jung ist seit Mai 2002 Oberbürgermeister der Stadt Fürth. Nach Angaben der Stadt ist der promovierte Jurist das am längsten amtierende Stadtoberhaupt Fürths in der Nachkriegsgeschichte. Mit der Wahl in das Präsidium des Deutschen Städtetags erhält seine kommunalpolitische Arbeit nun zusätzliches Gewicht auf Bundesebene.
34.7°C | Klarer Himmel 
