Ein missglückter Flugversuch eines Jungstorchs am Fürther Kohlenmarkt hat zu einem Rettungseinsatz geführt. Das Tier stürzte ab, blieb bei dem harten Aufprall auf das Pflaster jedoch unverletzt. Wie die Kreisgruppe Fürth-Stadt des Bundes Naturschutz berichtete, konnte der Vogel dank des Hinweises einer aufmerksamen Anruferin rasch gefunden werden. Nach einer ersten Untersuchung in einer Tierklinik befindet sich der Storch nun in einer Pflegestelle.
Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Carola Zimmermann vom Bund Naturschutz den Grund für den Absturz. Demnach leidet das Tier an einer Lungenentzündung. Diese Krankheit habe dazu geführt, dass dem Jungstorch die Kraft für seine allerersten Flugversuche fehlte. Der Vogel wird derzeit mit Antibiotika behandelt. Der Fürther Wiesengrund gilt als essenzielles Nahrungsgebiet für die in der Innenstadt brütenden Störche.
Wann das Tier wieder in die Natur entlassen werden kann, steht aktuell noch nicht fest. Zwar hatte der Bund Naturschutz in einem ersten Beitrag in den sozialen Netzwerken gehofft, der Storch könne in ein paar Tagen dorthin zurückkehren. Zimmermann stellte nun jedoch klar, dass sich der Zeitpunkt der Auswilderung allein nach dem Verlauf der Genesung richte.

