Mit dem Schulranzen kommen neue Wege, neue Regeln und oft auch neue Sorgen. Für Kinder beginnt mit der Einschulung ein anderer Alltag. Doch auch für Eltern verändert sich vieles. Eine neue Vortragsreihe der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Diakonie für den Landkreis Fürth nimmt deshalb jene Übergänge in den Blick, die Familien vor besondere Herausforderungen stellen können.
Unter dem Titel «Familienwerkstatt» startet eine dreiteilige Reihe mit dem Motto «Übergänge in der Familie begleiten: gemeinsam wachsen». Den Anfang macht am Mittwoch, 22. Juli, ein Abend über den Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule. Der Vortrag richtet sich an Eltern aus dem Landkreis Fürth, deren Kinder 2026 oder 2027 eingeschult werden.
Von 18.30 bis 20 Uhr geht es im Haus der Diakonie in der Königswarterstraße 56-60 in Fürth um die Frage, wie Kinder auf die neue Lebensphase vorbereitet werden können, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. Der Titel des Abends lautet «Ab in die Schule: den Übergang gemeinsam meistern».
Nach Angaben der Diakonie sollen Eltern dort erfahren, wie sie den Abschied aus der Kita positiv begleiten und ihrem Kind das Ankommen in der Schule erleichtern können. Vorgesehen sind Informationen zur Entwicklung von Kindern ebenso wie praktische Hinweise für den Alltag. Daneben soll Raum bleiben, um Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen auszutauschen.
Dass die Einschulung nicht auf einen einzelnen Morgen mit Schultüte und Klassenfoto begrenzt ist, betont Corinna Lippert, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle. «Die Einschulung ist weit mehr als der erste Schultag. Sie verändert den Alltag der ganzen Familie und bringt viele neue Anforderungen mit sich», sagt sie. «Wenn Eltern wissen, was auf ihr Kind zukommt und wie sie den Übergang begleiten können, gibt das allen mehr Sicherheit.»
Für Kinder bedeutet der Wechsel in die Grundschule einen erheblichen Schritt. Sie bewegen sich in einer neuen Umgebung, werden selbstständiger und müssen andere Abläufe kennenlernen. Zugleich erleben auch Eltern diese Phase nicht immer nur mit Vorfreude. Stolz auf das eigene Kind kann sich mit Unsicherheit und der Frage verbinden, ob der Start gut gelingen wird.
Nach Ansicht von Sozialpädagogin Dorothea Lutz sollte daraus jedoch nicht die Suche nach einem perfekten Weg werden. «Es gibt nicht den einen perfekten Weg in die Schule», sagt sie. Wichtig sei vielmehr, «dass Eltern ihr Kind aufmerksam begleiten, Vertrauen schenken und den eigenen Erwartungen mit Gelassenheit begegnen. Schon kleine Veränderungen im Familienalltag können den Schulstart erleichtern.»
Mit dem Auftaktabend soll die «Familienwerkstatt» noch nicht enden. Im Herbst folgen zwei weitere Veranstaltungen. Geplant ist der Vortrag «Pubertät: Gehirn-Upgrade mit Überraschungsfunktionen». Den Abschluss bildet eine offene Gesprächsrunde über Übergänge im Leben von Kindern und Jugendlichen.
Die Veranstaltungen werden nach Angaben der Diakonie von Beratern der Diakonie Fürth gestaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Spende wird gebeten, sofern dies finanziell möglich ist. Anmeldungen sind telefonisch unter 0911 74933-35 sowie per E-Mail an erziehungsberatung@diakonie-fuerth.de möglich.

