Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Fürth haben sich nach den Rückgängen seit 2022 weitgehend stabilisiert. Das geht aus dem neuen CityReport des Immobilienverbands IVD Süd hervor. Demnach ist seit Ende 2024 wieder eine leichte Belebung der Nachfrage erkennbar. Kaufinteressenten achteten allerdings stärker als früher auf den Zustand, die Ausstattung und die Energieeffizienz eines Gebäudes.
Eine Eigentumswohnung aus dem Bestand kostete im Frühjahr 2026 in Fürth durchschnittlich 2480 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Herbst 2025 entspricht das einem Anstieg von 0,4 Prozent. Bei neu errichteten Wohnungen blieb der durchschnittliche Kaufpreis mit 4140 Euro pro Quadratmeter unverändert.
Auch bei Häusern zeigten sich nach Angaben des Verbands kaum Preisbewegungen. Für ein freistehendes Einfamilienhaus wurden durchschnittlich 516.000 Euro verlangt. Doppelhaushälften lagen bei 485.000 Euro, Reihenmittelhäuser bei 434.000 Euro.
Unterschiede gibt es vor allem beim Zustand der Immobilien. Wohnungen und Häuser mit guter Energieeffizienz, zeitgemäßer Ausstattung und geringem Modernisierungsbedarf seien besonders gefragt. Sanierungsbedürftige Gebäude müssten dagegen häufiger mit längeren Vermarktungszeiten und Preisabschlägen rechnen.
Deutlich schwieriger stellt sich die Situation nach Einschätzung des IVD auf dem Mietmarkt dar. Weil der Kauf einer Immobilie für viele Haushalte wegen der Finanzierungskosten und der höheren Anforderungen an das Eigenkapital schwer erreichbar bleibt, weicht ein Teil der Nachfrage weiterhin auf Mietwohnungen aus.
Die durchschnittliche Neuvertragsmiete für eine Altbauwohnung lag im Frühjahr bei 10,50 Euro pro Quadratmeter. Für Bestandswohnungen wurden im Durchschnitt 11 Euro und für Neubauwohnungen 12,80 Euro verlangt. Gegenüber dem Herbst 2025 stiegen die Werte bei Altbau- und Neubauwohnungen jeweils um rund ein Prozent. Die Mieten für Bestandswohnungen blieben unverändert.
Besonders gesucht seien derzeit Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit zeitgemäßer Ausstattung und guter Energieeffizienz. Gleichzeitig bleibe das verfügbare Angebot knapp, erklärte der Immobilienverband. Die genannten Preise beziehen sich auf Objekte mit gutem Wohnwert beziehungsweise guter Wohnlage und sind nicht inflationsbereinigt.

