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K-Pop, Fisch und Schuhe: Diese drei Konzepte gewinnen den Fürther «CITYMACHER»-Wettbewerb

30. Juli 2026, 19:14 Uhr
Die drei Gewinner des Fürther «CITYMACHER»-Wettbewerbs stehen fest: Aegyo K-Pop Store, Fishismuss und ZEEBRAHAM sollen ihre Konzepte künftig in Fürth umsetzen. Foto: Roland BeckDie drei Gewinner des Fürther «CITYMACHER»-Wettbewerbs stehen fest: Aegyo K-Pop Store, Fishismuss und ZEEBRAHAM sollen ihre Konzepte künftig in Fürth umsetzen. Foto: Roland Beck

Von koreanischer Popkultur über modernes Fisch-Streetfood bis zur Schuhproduktion: Drei sehr unterschiedliche Geschäftsideen haben sich beim ersten Fürther «CITYMACHER»-Wettbewerb durchgesetzt. Die Stadt gab am Donnerstag die Gewinner bekannt. Aegyo K-Pop Store, Fishismuss und die Schuhmarke ZEEBRAHAM sollen nun besondere Unterstützung erhalten, damit ihre Konzepte in Fürth umgesetzt werden können.

Die Resonanz auf den Wettbewerb fiel nach Angaben von Wirtschaftsreferent Horst Müller deutlich größer aus als erwartet. Insgesamt seien 113 Einreichungen eingegangen. Darunter waren 74 ausgearbeitete Konzepte. «Die Beteiligung war überragend», sagte Müller bei der Bekanntgabe der Gewinner. Nicht nur die Zahl, sondern vor allem die Bandbreite und Qualität der Ideen habe die Verantwortlichen überrascht.

Die drei Gewinner stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Eine Rangfolge mit erstem, zweitem und drittem Platz gibt es nicht. Gleichzeitig soll die Unterstützung nicht bei den drei ausgezeichneten Konzepten enden. Müller zufolge will die Stadt auch weitere vielversprechende Bewerbungen begleiten und nach geeigneten Möglichkeiten zur Umsetzung suchen. Nicht jedes Konzept müsse zwingend in der Innenstadt angesiedelt werden.

Einer der drei Gewinner dürfte besonders K-Pop-Fans interessieren. Der Aegyo K-Pop Store verkauft Alben, Fanartikel, Lightsticks, Fotokarten, K-Beauty-Produkte und weitere Artikel rund um koreanische Popmusik. Das Familienunternehmen betreibt bereits einen kleinen Laden in Wettstetten bei Ingolstadt sowie einen Onlineshop.

Für Fürth hat das Unternehmen größere Pläne. Der neue Standort soll nicht allein Verkaufsfläche sein. Vorgesehen sind auch Veranstaltungen, Feste und Bastelangebote. Der Name «Aegyo» stehe sinngemäß für «niedlich» oder «süß». Auf Fürth sei die Familie bei einem ihrer Verkaufsstände durch eine Fürtherin aufmerksam geworden. Zudem gebe es bereits zahlreiche Kunden aus der Stadt.

Auch gastronomisch soll ein Gewinner neue Akzente setzen. Fishismuss betreibt seit 2024 ein Restaurant in der Nürnberger Südstadt und setzt auf modernes Streetfood mit Fisch. Angeboten werden unter anderem Fischgerichte im Dürüm, in Bowls oder Buns. Nach Angaben des Teams wird der Fisch selbst entgrätet und gegrillt.

Das Konzept sei gemeinsam entwickelt worden und keinem bestimmten Küchenstil verpflichtet. In Fürth wolle Fishismuss möglichst bald starten. Welcher Standort dafür infrage kommt, stand bei der Preisverleihung allerdings noch nicht endgültig fest.

Der dritte Gewinner bringt ein Handwerk zurück in den Mittelpunkt, das im klassischen Einzelhandel nur noch selten sichtbar ist. Hinter ZEEBRAHAM steht der gelernte Schuhdesigner Erman Aykurt, der bereits seit vielen Jahren in der Branche tätig ist. Seine Marke entwirft unter anderem eigene Sneaker, die bislang in kleinen Produktionsstätten und Ateliers unter anderem in Europa gefertigt wurden.

Künftig soll ein Teil der Herstellung direkt in Fürth stattfinden. Der Gründer möchte dort eine kleine Produktion aufbauen und zugleich Einblicke in die Entstehung eines Schuhs ermöglichen. Geplant sind unter anderem Workshops rund um Leder, Schuhe und Korksandalen. Dabei soll auch vermittelt werden, wie viel handwerkliche Arbeit in einem Paar Schuhe steckt.

Horst Müller sagte, die Stadt habe sich bereits im Vorfeld Gedanken gemacht, welche Flächen zu den jeweiligen Konzepten passen könnten. Konkrete Standorte seien teilweise aber noch Gegenstand von Gesprächen.

Ein zentraler Bestandteil des «CITYMACHER»-Programms ist deshalb die Unterstützung auf dem Weg von der Idee zum Geschäft. Dazu gehören nach Angaben Müllers neben Möglichkeiten zur Mietförderung auch Hilfen bei Innenausstattung, Steuerberatung, Finanzierung und organisatorischen Fragen.

Der Wettbewerb soll zudem kein einmaliges Projekt bleiben. Die Marke «CITYMACHER» will das Wirtschaftsreferat weiter nutzen und darunter weitere Projekte für Einzelhandel und Innenstadtentwicklung bündeln. Zunächst steht allerdings die Umsetzung der eingereichten Ideen im Mittelpunkt. Aus insgesamt 74 Konzepten sollen nun möglichst viele reale Angebote werden.

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