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AIDplus-Klasse startet in Oberasbach: Für Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf

10. September 2026, 11:23 Uhr
An der Grundschule Oberasbach-Altenberg startet zum Schuljahr 2026/27 eine neue AIDplus-Klasse für Kinder mit erhöhtem sozial-emotionalem Förderbedarf. (Foto: Symbolbild/KI)An der Grundschule Oberasbach-Altenberg startet zum Schuljahr 2026/27 eine neue AIDplus-Klasse für Kinder mit erhöhtem sozial-emotionalem Förderbedarf. (Foto: Symbolbild/KI)

An der Grundschule Oberasbach-Altenberg startet zum Schuljahr 2026/27 eine neue Modellklasse für Kinder mit deutlich erhöhtem sozial-emotionalem Förderbedarf. Die sogenannte AIDplus-Klasse soll zunächst bis zu sechs Grundschulkinder aus dem Landkreis Fürth aufnehmen und ihnen für einen begrenzten Zeitraum intensive Unterstützung bieten.

AID steht für «Ankommen, Integrieren und Durchstarten». Hinter dem Projekt stehen das Staatliche Schulamt und das Jugendamt des Landkreises Fürth. Die Lerngruppe trägt den Namen «Sonnenschein-Klasse» und richtet sich an Kinder der ersten bis dritten Jahrgangsstufe.

Die Klasse ist jahrgangsgemischt angelegt. Ab Januar 2027 kann sie laut Landratsamt um bis zu zwei weitere Plätze erweitert werden. Die Förderung soll in der Regel ein Schulhalbjahr dauern, je nach individuellem Bedarf sind Aufenthalte von sechs bis zwölf Monaten vorgesehen.

Ziel des Angebots ist es, die Kinder im Schulalltag zu stabilisieren und ihre Teilhabe am Unterricht und am sozialen Leben der Schule zu verbessern. Nach Möglichkeit soll die Rückkehr in die bisherige Stammklasse vorbereitet werden. Wenn dies nicht unmittelbar gelingt, soll gemeinsam nach einem weiteren geeigneten Lern- und Förderort gesucht werden.

Für die Arbeit in der Modellklasse ist ein multiprofessionelles Team vorgesehen. Lehrkräfte arbeiten dabei mit sonderpädagogischen und sozialpädagogischen Fachkräften sowie Erziehungskräften zusammen. Der erhöhte Personaleinsatz soll eine engere Begleitung in Lern- und Krisensituationen sowie verlässliche Beziehungen ermöglichen.

Der Tagesablauf verbindet den Angaben zufolge fachliches Lernen mit sozial-emotionaler Förderung und gemeinsamen Mahlzeiten. Ein fester erlebnispädagogischer Tag pro Woche soll unter anderem Kooperation, Kommunikation, den Umgang mit Frustration und die Fähigkeit zur Konfliktlösung praktisch fördern.

Pädagogisch orientiert sich das Projekt am Ansatz der «Neuen Autorität». Dieser stellt Präsenz von Erwachsenen, tragfähige Beziehungen, klare Strukturen und lösungsorientierte Wiedergutmachung in den Mittelpunkt. Die Kinder sollen lernen, eigene Stärken wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Gefühle besser zu regulieren.

Ein wesentlicher Baustein ist die Zusammenarbeit mit den Eltern und den Stammschulen. Vorgesehen sind regelmäßige Beratungsgespräche, Elternabende und gemeinsame Aktivitäten. Damit soll der Austausch zwischen Familien, Schule und Jugendhilfe während der Maßnahme verbindlich organisiert werden.

Begleitend ist eine Evaluation geplant, die die Entwicklung der Kinder während und nach der Teilnahme untersucht. Ob und in welcher Form das zeitlich befristete Modellprojekt anschließend fortgesetzt wird, soll auch von diesen Ergebnissen abhängen. Angaben zu Auswahlverfahren, Kosten und einer möglichen dauerhaften Finanzierung enthält die vorliegende Mitteilung nicht.

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