Montag, 2. März 2026 23:42
Wetter8.3°C | Klarer Himmel

Haushaltslage und Standortpolitik: CSU diskutiert mit Zirndorfer Gewerbetreibenden

2. März 2026 , ,
Foto: CSU ZirndorfFoto: CSU Zirndorf

In Zirndorf haben sich auf Einladung der örtlichen CSU über 30 Vertreter aus Handwerk, Mittelstand und Gewerbe zu einem Wirtschaftsgipfel getroffen. Im Zentrum der Gespräche in den Räumlichkeiten der Firma Rosa stand die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft der Kreisstadt.

Nach Angaben der Organisatoren wurde bei dem Treffen der deutliche Wunsch der Unternehmerschaft nach einem verlässlichen Austausch mit der Kommunalpolitik geäußert. Der CSU-Bürgermeisterkandidat Tom Hesselberger sowie der Geschäftsführer Christian Plöchinger eröffneten den Abend mit Einschätzungen zur aktuellen Lage des Wirtschaftsstandortes. Dabei herrschte laut CSU Einigkeit darüber, dass sich die Stadt finanziell an einem entscheidenden Punkt befinde und neue Impulse benötige.

Konkret diskutierten die Teilnehmer über die allgemeine Standortentwicklung, den künftigen Umgang mit Gewerbeflächen wie dem Metz-Areal sowie über die Erwartungen der Wirtschaft an die Stadtverwaltung. Hesselberger formulierte den Anspruch, die Arbeitsplätze vor Ort zu stärken und Zirndorf wieder zu einem attraktiven Umfeld für Unternehmen zu machen. Als Voraussetzungen nannte er kurze Wege, verlässliche Ansprechpartner und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Zudem müsse Zirndorf als Kreisstadt wieder die zentrale Anlaufstelle für das Gewerbe im gesamten Landkreis werden.

Hinsichtlich der angespannten Haushaltslage der Stadt betonte Hesselberger, dass ein Weg aus der finanziellen Schieflage nicht ausschließlich durch Kürzungen erreicht werden könne. Er forderte eine ehrliche Bestandsaufnahme sowie klare Prioritäten bei künftigen Investitionen. Eine stärkere Wirtschaftskraft sei nötig, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Gleichzeitig plädierte er für eine konsequentere Nutzung von Fördermitteln und eine verbesserte Zusammenarbeit mit Landesbehörden und Bundesbehörden.

Aus Sicht der Wirtschaft kritisierte Christian Plöchinger, dass die Kommunikation mit der Stadtverwaltung in der Vergangenheit oft auf Erklärungen beschränkt gewesen sei, warum bestimmte Vorhaben nicht umsetzbar seien. Er forderte einen Perspektivenwechsel: «Weg vom Lamentieren, hin zum Agieren». Nur durch eine gestärkte Wirtschaft und daraus resultierende Gewerbesteuereinnahmen ließen sich die städtischen Leistungen finanzieren.

Die Stadträtin Ines Spitzer ergänzte, dass eine erfolgreiche Standortpolitik nur durch enge Zusammenarbeit funktioniere, wofür es eine gut vernetzte Verwaltungsspitze brauche.