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Architektonisches Highlight meldet sich zurück: Fürths Hotelpyramide empfängt seit heute wieder Gäste – wir haben das Video dazu

Nach dreieinhalb Jahren Leerstand prägt die markante Hotelpyramide als «Excelsior Hotel Nürnberg Fürth» wieder die regionale Hotellerie. Foto: Roland BeckNach dreieinhalb Jahren Leerstand prägt die markante Hotelpyramide als «Excelsior Hotel Nürnberg Fürth» wieder die regionale Hotellerie. Foto: Roland Beck

Es war ein dreieinhalb Jahre währender Dornröschenschlaf, aus dem das markanteste Gebäude der Stadt Fürth nun erwacht ist. Am heutigen 16. März 2026 hat die Fürther Hotelpyramide unter dem Namen «Excelsior Hotel Nürnberg Fürth» seine Türen wieder geöffnet und erstmals wieder Gäste empfangen. Geführt wird das architektonische Highlight ab sofort von der GCH Hotel Group unter der Marke Radisson Individuals.

Mit 104 vollständig modernisierten Zimmern meldet sich das Haus am Markt zurück. Für Sascha Hampe, CEO der GCH Hotel Group, ist gerade die außergewöhnliche Formgebung der Schlüssel zum Erfolg, da Reisende zunehmend nach individuellen Erlebnissen abseits etablierter Standards suchen. Diese Besonderheit brachte allerdings komplexe bauliche Anforderungen mit sich.

Die ausgedehnten Glasfronten erforderten eine komplette Neukonzeption der technischen Anlagen. Der Betreiber investierte massiv in ein hochmodernes Klimasystem, das die Räume selbst in heißen Sommern verlässlich auf 23 Grad Celsius kühlt und in den Wintermonaten eine effiziente Beheizung sicherstellt. Optisch setzt das Haus auf eine nachhaltige Mischung aus neuem Mobiliar und fachgerecht aufgearbeitetem Altbestand.

Für die Stadtverwaltung stellt die Wiedereröffnung einen Meilenstein dar. Wirtschaftsreferent Horst Müller zeigt sich erleichtert, da das Haus mit seinen Kapazitäten rund acht Prozent des Fürther Hotelmarktes abdeckt. Besonders im anspruchsvollen Vier-Sterne-Segment habe dieser Raum in den vergangenen Jahren spürbar gefehlt. Die Zeit des Leerstands war laut Müller von teils abenteuerlichen Visionen für die Immobilie geprägt. So reichten die an die Stadt herangetragenen Konzepte von der Errichtung eines Casinos bis zur Planung des größten Bordells Deutschlands. Mit der Radisson-Gruppe als starkem Partner blickt Müller nun jedoch auf eine seriöse und international bestens vernetzte Lösung.

Die Zuversicht wird durch erste Zahlen gestützt. Schon das Soft Opening brachte dem Hotel eine starke Nachfrage ein. Zu kommenden Messezeiten verzeichnet das Haus laut Hampe bereits Auslastungen von 80 Prozent. Zukünftig möchte das Management das Gebäude noch stärker in der Region verankern. Geplant sind Partnerschaften mit lokalen Künstler, die öffentliche Bereiche und einzelne Suiten gestalterisch prägen können. Für den großzügigen Spa-Bereich wird derzeit noch ein Partner aus der Umgebung gesucht, um das Erholungsangebot bewusst auch für Einwohner der Metropolregion zugänglich zu machen.

Die Tagungsräume für bis zu 400 Personen sollen zudem verstärkt von der lokalen Wirtschaft genutzt werden. Auch rund um das Hotel zeichnen sich positive Entwicklungen ab: Für die benachbarten, teils leerstehenden Gebäude der ehemaligen Klinik führt die Stadt laut Müller derzeit sehr vielversprechende Gespräche über eine künftige Nutzung.