Die finanzielle Lage der Stadt Fürth stabilisiert sich weiter. Die Regierung von Mittelfranken hat den städtischen Haushalt für das Jahr 2026 ohne Auflagen genehmigt. Damit hat die Kommune Planungssicherheit für anstehende Millioneninvestitionen in Bildung und Infrastruktur, während sie gleichzeitig ihre Verbindlichkeiten weiter reduziert. Den abschließenden Beschluss zu dem Zahlenwerk wird der Fürther Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, den 25. März, fassen.
Wie aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervorgeht, setzt Fürth den Kurs der Haushaltskonsolidierung konsequent fort. Den Angaben zufolge wird die Kommune im 16. Jahr in Folge Schulden abbauen. Für das Jahr 2026 ist eine Reduzierung der Verbindlichkeiten um weitere fünf Millionen Euro eingeplant. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt dadurch auf 1159 Euro.
Oberbürgermeister Thomas Jung wertet die finanzielle Entwicklung der Stadt als positiv. Er betonte, der stetige Schuldenabbau entlaste den städtischen Etat massiv von hohen Zinszahlungen. Die dadurch eingesparten Mittel könne die Stadt «stattdessen sinnvoll investieren». Zu den dringlichsten Prioritäten zählen laut Jung unter anderem Schulneubauten, Schulsanierungen sowie der Ausbau der Kinderbetreuung.
Die zuständige Aufsichtsbehörde attestiert der Stadt Fürth in ihrem Genehmigungsschreiben eine verbesserte dauernde Leistungsfähigkeit. Zugleich verbindet die Regierung von Mittelfranken die Freigabe mit einem klaren Ratschlag. Die Kommune solle den eingeschlagenen Konsolidierungskurs entschlossen weiterführen und insbesondere im investiven Bereich klare Einsparmaßnahmen ergreifen. Nur durch dieses Vorgehen könne verhindert werden, dass die Verschuldung wieder ansteige und die verbliebene allgemeine Rücklage komplett aufgebraucht werde.
Kämmerin Stefanie Ammon hob abschließend die Notwendigkeit einer dauerhaft soliden Finanzpolitik hervor. Ziel sei es, den vielfältigen Aufgaben für die Stadt und ihre Bevölkerung gerecht zu werden. Gleichzeitig müsse jedoch sichergestellt sein, dass «genügend Spielraum für die strategische Stadtentwicklung erhalten bleibt».
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