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Schnellbremsung bei 140 km/h im Bereich Fürth: Unbekannte legten Einkaufswagen auf ICE-Strecke

14. April 2026 ,
Ein ICE war in Fürth mit einem Einkaufswagen kollidiert. (Symbolbild)Ein ICE war in Fürth mit einem Einkaufswagen kollidiert. (Symbolbild)

In der Nacht zum Montag ist es auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg zu einem Vorfall gekommen, der Folgen für den Bahnverkehr in der Region hatte. Bisher unbekannte Täter platzierten einen Einkaufswagen unmittelbar auf den Schienen. Ein herannahender Intercity-Express, der zu diesem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von etwa 140 Kilometern pro Stunde unterwegs war, erfasste das Hindernis auf Höhe der Regnitztalbrücke bei Fürth.

Der Triebfahrzeugführer leitete umgehend eine Schnellbremsung ein, nachdem er das Objekt im Gleisbereich bemerkt hatte. Trotz der sofortigen Reaktion ließ sich eine Kollision aufgrund des langen Bremswegs bei dieser Geschwindigkeit nicht mehr vermeiden. Wie die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mitteilte, wurde der Zug bei dem Zusammenstoß beschädigt, blieb jedoch fahrbereit. Die Fahrgäste im Zug blieben nach aktuellen Erkenntnissen unverletzt. Der ICE konnte seine Fahrt nach einer Überprüfung des Schadensbildes fortsetzen.

Wenig später gab es auf dem Nebengleis eine weitere Entdeckung. Der Lokführer eines nachfolgenden Zuges bemerkte einen Hammer, der im Gleisbett lag. Er brachte seinen Zug kontrolliert zum Stillstand, um eine mögliche Gefährdung auszuschließen. Die Bundespolizei sicherte beide Gegenstände vor Ort als Beweismittel. Durch die notwendigen Streckensperrungen und die polizeilichen Maßnahmen kam es im nächtlichen Bahnverkehr zu erheblichen Verzögerungen.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die am Montag gegen 0:30 Uhr verdächtige Beobachtungen im Bereich der Regnitztalbrücke gemacht haben. Die Bundespolizei bittet um Hinweise zu Personen, die sich unberechtigt im Gleisbereich aufhielten oder Angaben zur Herkunft des Einkaufswagens und des Hammers machen können. Die Ermittlungen zum Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie zur genauen Schadenshöhe dauern an.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Nürnberg rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 6 888 000 entgegen.