Ein «Grünes Klassenzimmer» im Freien, ein mobiler Supermarkt zum spielerischen Lernen oder neue Roller für den Verkehrsunterricht: Die Pläne an der Elisabeth Krauß Schule in Oberasbach sind vielseitig. Möglich gemacht werden diese und weitere Projekte durch eine aktuelle Spende der Rainer Winter Stiftung in Höhe von 20.000 Euro an die Lebenshilfe Fürth. Damit feiert eine Partnerschaft in der Region ein bemerkenswertes Jubiläum, denn seit inzwischen über drei Jahrzehnten unterstützt die Stiftung die Einrichtungen des Verbandes verlässlich. Insgesamt flossen in dieser Zeit bereits rund 100.000 Euro an Fördergeldern.
Der Schwerpunkt dieser Unterstützung liegt traditionell im Bildungsbereich. Neben der Elisabeth Krauß Schule profitieren auch die Clara und die Dr. Isaak Hallemann Schule regelmäßig von den Zuwendungen. In der Vergangenheit konnten so bereits ein Snoezelen-Raum zur Entspannung, eine Nestschaukel und Street-Soccer-Tore realisiert werden. Schulleiterin Eva Lutz hebt die Bedeutung der Hilfe hervor: Ohne diese finanzielle Unterstützung wären viele wertvolle Ergänzungen des Schullebens schlicht nicht umsetzbar gewesen. Auch für das kommende Schuljahr 2026/2027 stehen bereits feste Pläne fest, darunter Ausflüge, ein Kindertheater sowie neue Spielgeräte für den Außenbereich der Tagesstätte.
Hinter dem Engagement steht eine tiefe Verbundenheit mit der Region. Stiftungsvorständin Gabriele Grau, die Tochter des Gründers Rainer Winter, betont, dass es der Stifterfamilie ein großes Anliegen ist, die Hilfe direkt vor der eigenen Haustür ankommen zu lassen. Fürth sei die Heimat, in der das Herz der Stiftung schlage. Dieses Engagement geht über den reinen Schulalltag hinaus: So förderte die Stiftung im vergangenen Jahr auch das «Fürther Sportfest für Alle», das mit über 700 Teilnehmern ein Zeichen für gelebte Inklusion setzte.
Die Verbindung zur Lebenshilfe besitzt zudem eine starke wirtschaftliche Komponente. Ebenfalls seit über 30 Jahren arbeiten die Dambacher Werkstätten der Lebenshilfe mit der Fürther UVEX-Gruppe zusammen. An den Standorten Hardhöhe und Dambach übernehmen Menschen mit Behinderung Montage- und Fertigungsaufgaben für das Familienunternehmen, wie etwa das Zusammenbauen von Schutzbrillen. Diese Kooperation verbindet wirtschaftliche Kriterien mit sozialer Verantwortung.
Auch wenn es im Unternehmen und in der Stiftung zuletzt Umstrukturierungen gab, soll sich an der Partnerschaft nichts ändern. Das Engagement für die Lebenshilfe bleibe fest verankert. Als großer Eltern- und Fachverband betreut die Lebenshilfe Fürth mit über 600 Mitarbeitern in 18 Einrichtungen derzeit mehr als 1.200 Menschen mit Behinderung in der Stadt und dem gesamten Landkreis Fürth.
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