Vor einem voll besetzten Saal fand am Montagabend die konstituierende Sitzung des Oberasbacher Stadtrates im Rathaus statt. Der Andrang der Bürger war so groß, dass etliche Zuhörer im Stehen die Sitzung verfolgen mussten. Im Mittelpunkt des Auftakts stand die Vereidigung des neuen Ersten Bürgermeisters Thomas Diebenbusch durch das Gremiumsmitglied Norbert Schikora, verbunden mit der feierlichen Übergabe der Amtskette. Direkt im Anschluss legten die neuen Mitglieder des Stadtrates ihren Eid ab.
In seiner ersten Antrittsrede griff Diebenbusch zentrale Themen seines Wahlkampfes auf. Dabei betonte er vor allem die Wichtigkeit einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb des Stadtrates. Als weiteres Hauptanliegen nannte er die städtischen Finanzen. Ziel sei es, die bisherige Konsolidierung weiter voranzutreiben, um die Stadt Oberasbach für die Zukunft finanziell wieder besser und solider aufzustellen. Die Vereine und Verbände in Oberasbach seien ihm sehr wichtig, da diese das Rückgrat der Stadt seien, so Diebenbusch.
Einstimmig beschloss das Gremium anschließend, zwei weitere Bürgermeisterposten zu besetzen. Für das Amt des Zweiten Bürgermeisters schlug die Fraktion der Grünen Marco Haas (CSU) vor. Dieser erhielt 21 Stimmen, wobei zwei Stimmzettel ungültig blieben. Bei der direkt darauffolgenden Wahl des Dritten Bürgermeisters setzte die CSU ein parteiübergreifendes Zeichen und schlug den Grünen-Politiker Simon Rötsch vor. Auch er wurde in geheimer Wahl mit 20 Stimmen bei drei ungültigen Stimmen ins Amt gewählt. Die finanzielle Entschädigung für beide Stellvertreter beschloss der Rat im Nachgang einstimmig.
Inhaltlich wurde im weiteren Verlauf intensiv über die mögliche Einrichtung eines Ferienausschusses debattiert. Stadtrat Laas warb für das Gremium, stieß jedoch bei seinen Kollegen Peter, Formann, Gill und Rötsch auf deutliche Ablehnung. Letztlich stimmte der Stadtrat mit 13 zu 10 Stimmen gegen diesen Ferienausschuss. Volle Einigkeit herrschte hingegen bei den künftigen Gremienstrukturen. Alle regulären Ausschüsse werden mit zehn Personen besetzt, der Rechnungsausschuss erhält sieben Sitze. Die personelle Besetzung erfolgt erst in der kommenden Sitzung. Bis zum Erlass einer neuen Geschäftsordnung, die künftig auch einen sogenannten Bauturbo umfassen soll, behält die alte Satzung ihre volle Gültigkeit.
Ein weiterer zentraler Beschluss betraf das Mitteilungsblatt der Stadt. Dieses soll auf maximal 16 Seiten begrenzt werden, aber weiterhin alle vier Wochen erscheinen. Der amtliche Teil soll in der gedruckten Ausgabe zugunsten einer rein digitalen Lösung entfallen, die über einen QR-Code im Heft abgerufen werden kann.
Äußerst langwierig gestaltete sich zum Abschluss die Wahl der zwei Beisitzer für die Rangauwerke. Während die Grünen-Politikerin Barth im ersten Wahlgang mit 19 Stimmen sofort gewählt wurde, lieferten sich Zeilinger und Kißlinger ein enges Rennen. Nach zwei unentschiedenen geheimen Wahlgängen setzte sich Zeilinger schließlich in einer offenen Abstimmung per Handzeichen durch.
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