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Mordfall Marion Baier: Polizei verteilt Flyer in Seniorenwohnheimen in Oberasbach

30. Juni 2026, 16:00 Uhr
Ein Cold Case beschäftigt die Kriminalpolizei Fürth weiter: Marion Baier wurde 1973 im Oberasbacher Gemeindeteil Kreutles ermordet aufgefunden. Nun soll eine Plakataktion neue Hinweise bringen. Fotos: PP MittelfrankenEin Cold Case beschäftigt die Kriminalpolizei Fürth weiter: Marion Baier wurde 1973 im Oberasbacher Gemeindeteil Kreutles ermordet aufgefunden. Nun soll eine Plakataktion neue Hinweise bringen. Fotos: PP Mittelfranken

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Mord an der zwölfjährigen Marion Baier im Landkreis Fürth sucht die Kriminalpolizei Fürth weiter nach dem Täter. Zum 53. Jahrestag des Verbrechens wollen die Ermittler den ungeklärten Fall erneut sichtbar machen: Geplant sind am Mittwoch eine Plakataktion im Raum Oberasbach sowie Flyer, die auch in Wohnanlagen für Senioren verteilt werden sollen.

Marion Baier wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli 1973 ermordet. Das Mädchen war damals zwölf Jahre alt. Es hatte das Fischerfest in Zirndorf besucht und begab sich dann auf dem Weg nach Hause in Oberasbach. Ein Gemeindearbeiter fand die Leiche von Marion am Morgen des 2. Juli 1973 auf einer Fläche des damaligen Neubaugebiets an der Hainbergstraße. Der Täter wurde bis heute nicht ermittelt.

Mit der Aktion zum Jahrestag setzt die Kripo nun erneut auf Aufmerksamkeit vor Ort. Die Plakate sollen unweit des früheren Tatorts auf den Cold Case hinweisen. Zusätzlich wollen die Ermittler Flyer in Wohnanlagen für Senioren verteilen. Hintergrund ist, dass sich Menschen aus der damaligen Zeit möglicherweise noch an Beobachtungen, Gespräche oder Personen erinnern, die für die Ermittlungen von Bedeutung sein könnten. Fürth Aktuell hat zu dem Mord auch eine Reportage gedreht.

Die Kriminalpolizei Fürth hatte den Fall Anfang 2026 erneut in den Fokus genommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken ergab sich bei einer neuerlichen Untersuchung von Beweismitteln ein neuer Ermittlungsansatz. Später teilte die Polizei mit, dass eine DNA-Spur eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Mordfall Marion Baier und dem Mordfall Sonja Hurler in Schwaben herstelle. Die 13-jährige Sonja Hurler war 1981 in Kempten getötet worden.

Nach der erneuten öffentlichen Suche nach Hinweisen gingen bei den Ermittlern in Fürth und Kempten nach Polizeiangaben rund 150 Hinweise ein. Die Fälle waren unter anderem in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY … Ungelöst» Thema. Die Polizei hatte sich dabei erneut an Menschen gewandt, die damals Beobachtungen gemacht haben könnten oder über alte Fotos, Erinnerungen oder Informationen aus dem Umfeld der Taten verfügen.

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