Der Tag der Kommunalwahl am 8. März 2026 rückt näher und im Landkreis Fürth schalten die Parteien nun in den Aktivmodus. Auch die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat ihre Vorbereitungen abgeschlossen und startet in die öffentliche Phase des Wahlkampfs. Wie der Kreisverband in einer aktuellen Mitteilung bekannt gab, sind die formalen Hürden genommen: Die Listen für den Kreistag sowie für den Marktgemeinderat in Roßtal liegen den Behörden vor. Jetzt, so die Strategie, soll der direkte Draht zum Wähler gesucht werden.
Für den Kreisvorsitzenden Gerald Löwel steht in den kommenden Wochen die Vermittlung des Programms im Vordergrund. Die Partei sieht sich dabei als inhaltliches Gegenangebot zu den etablierten Kräften und grenzt sich mit dem Slogan «Alternative ohne Rechts» auch deutlich vom rechten Rand ab. Zwar bildet der Schutz von Natur, Arten und Klima weiterhin den Kern der Parteidentität, doch die ÖDP will zeigen, dass sie breiter aufgestellt ist. Laut Löwel bietet die Partei ebenso Konzepte für drängende soziale Fragen wie bezahlbaren Wohnraum, Bildung und Migration sowie für die Infrastruktur, etwa beim ÖPNV.
Das detaillierte Programm, das 15 Themenfelder auf knapp 30 Seiten behandelt, steht online zur Verfügung. Doch Papier ist geduldig, weshalb die Kandidaten auf persönliche Überzeugungsarbeit setzen. Knut Schalldach, Spitzenkandidat für den Marktgemeinderat Roßtal, betonte, dass man Lösungen anbiete und keine neuen Kommissionen brauche. Klaus John, der die Liste für den Kreistag anführt, hob in seiner Stellungnahme besonders die Themen Kreislaufwirtschaft und umweltfreundliches Bauen hervor, die er für eine gute Versorgung im Landkreis als essenziell erachtet.
Um diese Positionen an den Mann und die Frau zu bringen, setzt die ÖDP auf eine Tour durch den Landkreis. Bürger sollen bei den angekündigten Terminen die Gelegenheit erhalten, den Bewerbern auf den Zahn zu fühlen und zuzuhören.
Den Auftakt macht eine Kundgebung in Stein am 30. Januar am Forum 1. Es folgen Termine in Roßtal, beginnend mit einem Infostand am 31. Januar in der Bahnhofstraße, sowie eine Kundgebung in Langenzenn am 6. Februar auf dem Prinzregentenplatz. Eine weitere Veranstaltung an der Roßtaler Kulturscheune ist für den 7. Februar geplant. Mit dieser Präsenz vor Ort hofft die ÖDP, ihre Themen im lokalen Diskurs zu verankern.
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